Einsamkeit, Unsicherheit und Sorgen in der Pandemie schlagen sich bei der Telefonseelsorge nieder. "Wir haben festgestellt, dass der Bedarf an Gesprächen immer kurz vor einer Corona-Welle zunimmt und später wieder etwas abflaut. In ruhigen Zeiten sind es 2500, 2800 Anrufe am Tag, dann steigert es sich auf bis zu 3500 Anrufe pro Tag", sagt Ludger Storch, der sich mit Statistiken der Telefonseelsorge beschäftigt und die Telefonseelsorge Bochum leitet.
2020 wurden nach seinen Angaben 44.600 Mails beantwortet und 33.500 Chats durchgeführt. Für das zu Ende gehende Jahr rechnet er mit etwa ebenso vielen.