Letztes Update:
20211222112849

11:28
22.12.2021
Die Zahl der Antikörper sinkt nach einer Booster-Impfung gegen das Coronavirus nach Angaben eines israelischen Experten ähnlich wie nach der zweiten Dosis. "Es ist ein natürlicher Prozess, dass die Antikörper allmählich wieder weniger werden nach einer Impfung", sagt Professor Ejal Leschem, Experte für Infektionskrankheiten, der Deutschen Presse-Agentur. Erst innerhalb einiger Wochen werde man aber wissen, was das konkret für den Impfschutz bedeute. Denn dieser hängt nicht nur von Antikörpern ab, sondern etwa auch von sogenannten T-Zellen. 
Mit Ausbreitung der ansteckenderen Omikron-Variante auch in Israel werde man sehen, "ob es auch viele Fälle von Geimpften gibt, die erkranken", sagt Leschem, der an der Universität Tel Aviv unterrichtet. Israel hatte als erstes Land weltweit im Juli mit der Booster-Impfung begonnen. Nun sollen über 60-Jährige, medizinisches Personal sowie Menschen mit Immunschwäche in dem Mittelmeerland bereits die vierte Impfdosis erhalten.

10:55
22.12.2021
Auch der Hersteller Astrazeneca will mit Forschern der Universität Oxford an einem Corona-Impfstoff arbeiten, der an die neue Omikron-Variante angepasst ist. "Wir haben zusammen mit der Universität Oxford erste Schritte unternommen, um einen Omikron-Impfstoff zu produzieren, für den Fall, dass er benötigt wird", teilt der Pharmakonzern in einem Statement mit. Um dies einschätzen zu können, beobachte man die aktuelle Datenlage. Über weitere Details oder einen Zeitplan gab es zunächst keine weiteren Informationen. Auch den ursprünglichen Impfstoff hatten Immunologen der Universität Oxford gemeinsam mit dem britisch-schwedischen Konzern Astrazeneca entwickelt.
Ersten Erkenntnissen zufolge ist die Schutzwirkung der Astrazeneca-Impfungen vor einer Ansteckung mit der Omikron-Variante nach zwei Impfdosen deutlich schwächer als bei den bisherigen Varianten. Das ist auch bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna der Fall.

Foto: Georg Wendt/dpa

10:36
22.12.2021
Seit Beginn der Pandemie sind in Deutschland Ausländer deutlich häufiger gestorben als Menschen mit deutschem Pass. Das geht aus einer aktuellen Studie des Mediendienstes Integration hervor. Darin wird vor allem die Zeit in den Blick genommen, als hierzulande noch kein Impfstoff verfügbar war. Da die ausländische Bevölkerung in Deutschland im Durchschnitt jünger ist als die Gesamtbevölkerung - und daher insgesamt weniger Ausländer ein hohes Risiko für einen tödlichen Krankheitsverlauf haben - betrachteten die Forscher den Anstieg der Todesfälle von 2019 zu 2020 jeweils für bestimmte Altersklassen. Dabei zeigt sich ihren Angaben zufolge, dass der Anstieg bei den Deutschen in der Altersklasse zwischen 45 Jahren und 64 Jahren bei 1,1 Prozent lag, bei Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit aus dieser Altersgruppe betrug der Anstieg der Todesfälle dagegen neun Prozent. Auch in anderen Altersgruppen war der Unterschied signifikant. 
Ein Grund für die höhere Sterberate dürfte die sozioökonomische Situation der Zugewanderten sein, die häufiger in beengten Wohnverhältnissen leben, was eine Weitergabe des Virus begünstigt. Zudem sind unter den Ausländern mehr Menschen, die im produzierenden Gewerbe arbeiten, im Handel oder in personalintensiven Bereichen, wie etwa Großküchen oder Schlachtbetriebe, und dadurch einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt sind.