Die Beschlüsse der Bund-Länder-Runde zur Eindämmung der Corona-Pandemie kommen nach Ansicht des Frankfurter
Virologen Martin Stürmer zu spät. "Bei der Verdopplungsrate, die Omikron an den Tag legt, ist jeder Tag wichtig", sagt Stürmer im Deutschlandfunk. Omikron sei nicht erst seit gestern eine Bedrohung. Man könne der
Politik durchaus den Vorwurf machen, mit dem verspäteten Treffen
"schon wieder etwas verschlafen" zu haben.
Er habe das Gefühl, es werde das Signal vermittelt: "Über Weihnachten können wir uns noch entspannen, danach ziehen wir die Bremse wieder an." Es seien
Beschlüsse, die wieder nicht vor die Welle kämen. "Da hätte ich mir mehr gewünscht", so Stürmer.