Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert weitere Hilfen für Eltern. Es zeichne sich ab, dass die Kitas nicht sofort in den Regelbetrieb gehen könnten, sagt die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack der Deutschen Presse-Agentur. "Deshalb muss bei den Hilfen für Eltern dringend nachgebessert werden." Bestehende Maßnahmen, etwa die Lohnfortzahlung für Eltern, die ihre Kinder betreuen müssen, müssten verlängert werden, bis die Kitas öffneten. Zudem müsse die Hilfe von 67 auf 80 Prozent des Nettogehalts steigen. Einen Anspruch darauf solle auch bekommen, wer jetzt Angehörige zuhause pflegen müsse.
"Überdies ist ein eigenständiger Freistellungsanspruch im Infektionsschutzgesetz notwendig, der auch eine stunden- oder tageweise Freistellung vorsieht, um unter anderem auch eine partnerschaftliche Aufteilung der Erwerb- und Sorgearbeit zu ermöglichen", sagt Hannack. Zudem müsse sichergestellt sein, dass alle, die die Freistellung in Anspruch nähmen, vor Entlassungen geschützt seien. "Hier muss das Infektionsschutzgesetz um einen entsprechenden Sonderkündigungsschutz ergänzt werden."