Letztes Update:
20200608123633

07:50
29.04.2020
Mehrere Wirtschaftsverbände schlagen vor Beratungen von Bund und Ländern über Wege aus der Krise Alarm und fordern ein klares Signal für ein zügiges Wiederanfahren der Wirtschaft. In einem Schreiben an Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) heißt es: "Jede Woche, die der Lockdown weiter andauert, kostet die deutsche Volkswirtschaft einen mittleren zweistelligen Milliardenbetrag an Wertschöpfung." Keine Volkswirtschaft der Welt könne dies über Monate aushalten, ohne nachhaltigen Schaden und auch erhebliche Wohlstandsverluste hinzunehmen. "Die Unternehmen erwirtschaften gemeinsam mit ihren Mitarbeitern die notwendige finanzielle Grundlage, ohne die unser Staat nicht überlebensfähig ist."

Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

07:42
29.04.2020
Der SPD-Parteivorsitzende Norbert Walter-Borjans will Boni- und Dividendenzahlungen aussetzen, wenn Unternehmen in der Krise Staatshilfen beantragen. Man könne Steuerzahlern, die zur Rettung der Unternehmen beitragen sollen, nicht erklären, dass "sich Manager für die Leistungen des Vorjahres jetzt mit großen Boni bedienen", sagt er im ARD-"Morgenmagazin". Zwar habe die Allgemeinheit ein Interesse daran, dass ein Unternehmen wie die Lufthansa "nicht in die Knie geht". Aber die Steuerzahler gingen mit den teuren Rettungen auch ein Risiko ein. "Man muss gucken, inwieweit sich das Unternehmen aus sich selbst heraus retten kann und erst dann ist die Allgemeinheit gefragt", betont Walter-Borjans.