Letztes Update:
20200608123633

05:22
29.04.2020
Die Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Pandemie könnten nach Ansicht der Vereinten Nationen zu sieben Millionen nicht geplanten Schwangerschaften führen. Das liege unter anderem daran, dass aufgrund von in der Krise unterbrochenen Lieferketten rund 47 Millionen Frauen in ärmeren Ländern keinen Zugang zu modernen Verhütungsmitteln mehr haben könnten, hieß es in New York vom Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA). 
Zudem projiziert die Organisation eine starke Zunahme von Gewalt gegen Frauen und Verheiratung von Mädchen. Die Pandemie könne "katastrophale Auswirkungen auf Frauen und Mädchen in aller Welt" haben, sagte UNFPA-Direktorin Natalia Kanem - und rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, diese stärker zu schützen. 

Foto: Salvador Melendez/AP/dpa

05:13
29.04.2020
Die strengen Ausgangsbeschränkungen in El Salvador sind bis zum 16. Mai verlängert worden. "Wir sind in der kritischsten Phase der Infektionen, und das Virus hat sich im ganzen Land ausgebreitet", schreibt Präsident Nayib Bukele auf Twitter. El Salvador hat eine der strengsten Regelungen Lateinamerikas. Seit dem 22. März gilt dort eine Ausgangssperre - Ausnahmen gibt es nur zum Einkaufen von Lebensmitteln und Medikamenten sowie für Arbeiten, die als unerlässlich gelten. Wer die Quarantäne missachtet, wird festgenommen und für bis zu 30 Tage in ein "Eindämmungszentrum" gesteckt. 
Menschenrechtler kritisieren diese Praxis, und El Salvadors oberstes Verfassungsgericht erklärte sie für unzulässig. Bukele weigerte sich jedoch, dem Urteil Folge zu leisten.