Letztes Update:
20200608123633
Foto: Oliver Killig/zb/dpa

04:10
27.04.2020
Das Kanzleramt hat sich ausdrücklich zu einer regional angepassten Reaktion auf die Corona-Krise bekannt. Bei der Überprüfung der Maßnahmen mit den Ländern "muss auch berücksichtigt werden, dass die Epidemie sich in Deutschland nicht gleichmäßig ausbreitet, sondern die Lage regional unterschiedlich sein kann", so Kanzleramtschef Helge Braun in einer Zwischenbilanz der Maßnahmen.  "Das kann bedeuten, dass Beschränkungen in bestimmten Regionen aufrechterhalten oder nach zwischenzeitlichen Lockerungen wieder verschärft werden müssen."
Wenige Tage vor der nächsten Schaltkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Donnerstag betont der Kanzleramtschef, das Ausbruchsgeschehen dauere an. "Um im Interesse der gesamten Bevölkerung die Überlastung des Gesundheitssystems dauerhaft zu vermeiden, ist es für eine Aufhebung der Kontaktbeschränkungen noch zu früh."

02:45
27.04.2020
Ihre vergleichsweise jungen Gesellschaften dürften viele afrikanische Länder kaum vor schweren Auswirkungen der Corona-Pandemie schützen. Die Altersstruktur könnte vielleicht vorübergehend ein Puffer sein, sagt Maximilian Gertler von Ärzte ohne Grenzen. Es gebe aber weitere Faktoren, die einen viel stärkeren Einfluss auf die Entwicklung der Pandemie auf dem afrikanischen Kontinent haben.
So etwa sei die soziale Distanzierung beispielsweise in großen Armenvierteln keinesfalls so umsetzbar wie hierzulande. Der Zugang zu sauberen Wasser sei teilweise nur an Brunnen außerhalb der eigenen Wohnung möglich. Auch das Arbeiten von zuhause sei für einen Großteil der Menschen - Wanderarbeiter, Händler, Taxifahrer - keine Option. Zudem mangle es oft an Desinfektionsmitteln, Seife und Schutzmaterial, es gebe zu wenig medizinisches Personal.