Das vom Coronavirus-Ausbruch betroffene Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann hat seit heute für ein halbes Jahr eine neue Leitung. Nach der Beurlaubung der zwei bisherigen Geschäftsführer übernehmen Hans-Ulrich Schmidt und Tim Steckel die Leitung. Die neue Spitze will mit der Beratung Kienbaum ein Konzept zur Wiederaufnahme des Betriebs vorlegen. Seit 1. April gilt ein Aufnahmestopp für neue Patienten außer für Notfälle. Die Klinik soll in drei Bereiche aufgeteilt werden: in coronafreie Stationen (weiß), solche mit Verdachtsfällen (grau) und mit Infizierten (schwarz).
Seit Mitte März hatten sich Corona-Infektionen in dem Klinikum gehäuft, das rund eine halbe Million Menschen versorgt. Experten des Robert Koch-Instituts kritisierten in einem Bericht unter anderem, dass Umzüge ganzer Stationen die Virusübertragung begünstigt haben könnten. Bis Freitag starben 40 Corona-Patienten an der Klinik, zuletzt eine 84 Jahre alte Patientin. Derzeit werden dort 41 Corona-Patienten versorgt.