Letztes Update:
20200608123633

18:53
24.04.2020
Angesichts verstärkter Forderungen nach einem Wiederanfahren weiter Teile der Wirtschaft hat die EU eine kluge Planung angemahnt. Die EU-Agentur für Sicherheit am Arbeitsplatz empfahl Arbeitgebern eine gründliche Vorbereitung, wenn Angestellte trotz der weiter grassierenden Corona-Pandemie an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. An erster Stelle müsse eine Gefährdungseinschätzung für den jeweiligen Betrieb stehen, betonte die EU-Agentur mit Sitz im spanischen Bilbao in einem Leitfaden.
Nach der längeren Schließung eines Betriebes müssten die Räumlichkeiten zunächst soweit wie möglich angepasst werden, um eine Ansteckung der Mitarbeiter mit dem Sars-CoV-2-Virus zu verhindern. Dabei gehe es etwa um ausreichenden Abstand zwischen den Arbeitsplätzen, Schutzkleidung und eventuelle Trennwände.

Herstellung von Desinfektionsmittel durch das ABC-Abwehrkommando der Bundeswehr. Foto: Sven Hoppe/dpa

18:40
24.04.2020
Die Bundeswehr hat nach Angaben der Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in der Corona-Krise bereits in knapp 200 Fällen Amtshilfe geleistet. Bisher habe es über 450 Anfragen gegeben, sagte die CDU-Politikerin im SWR-Interview der Woche. Das Prozedere der Amtshilfeanträge über die Landesbehörden und die Landeskommandos habe sich sehr eingespielt. Verändert habe sich die Art der Anträge, sagte Kramp-Karrenbauer.
Am Anfang standen demnach Bitten nach Schutzausrüstung und Unterstützung durch Sanitätspersonal. Mittlerweile sei die Bundeswehr auch in Pflegeheimen und in Erstaufnahmestellen tätig, helfe in der Nachverfolgung von Infektionsketten. ABC-Abwehreinheiten produzierten Desinfektionsmittel. Die Bundeswehr transportiere international Patienten und werde nächste Woche Tonnen von Hilfsgütern aus China nach Deutschland bringen. Die Bundeswehr hält für den Einsatz in der Corona-Krise mehr als 32.000 Soldaten zur Unterstützung der Länder und Kommunen bereit.