Letztes Update:
20200608123633

12:24
24.04.2020
Die IG Metall sieht jeden vierten Betrieb in ihrem Organisationsbereich in massiven Liquiditätsproblemen. Zehn Prozent mit zusammen rund 130.000 Beschäftigten hätten bereits aktuell erhebliche Engpässe, sagt der erste Vorsitzende Jörg Hofmann. Weitere 15 Prozent der Betriebe bekämen in den kommenden vier bis sechs Wochen massive Zahlungsprobleme. Dann wären fast 250.000 Beschäftigte betroffen. 
Insgesamt befänden sich inzwischen 70 Prozent der Betriebe im Krisenmodus, erklärt Hofmann auf der Grundlage von Betriebsratsinformationen aus rund 5000 Unternehmen. Diese hätten für große Teile ihrer rund zwei Millionen Beschäftigten Kurzarbeit angemeldet. 

Eine Ampulle des Medikaments Remdesivir. Foto: Ulrich Perrey/dpa

11:46
24.04.2020
Bei der Covid-19-Behandlung geben erste Erfahrungen mit einem ursprünglich gegen Ebola entwickelten Medikament Anlass zu vorsichtiger Hoffnung. Das US-Präparat Remdesivir wird derzeit in weltweiten Studien untersucht. Kurzfristig sorgten Berichte für Wirbel, nach denen das Mittel keinen Erfolg brachte. Hersteller wie Mediziner warnen vor voreiligen Schlüssen in beide Richtungen. Das Medikament habe bei Patienten in der München Klinik Schwabing erste Erfolge gebracht, erklärt Clemens Wendtner, Chefarzt der an der Studie beteiligten Klinik für Infektiologie.
Nach zurückhaltenden Schätzungen habe die Hälfte der damit behandelten Patienten profitiert, so Wendtner, der keine Zahl nennt. Es sehe danach aus, dass schwer Erkrankte früher von den Beatmungsmaschinen genommen werden könnten. Auch in den USA berichteten Ärzte von ersten ermutigenden Erfahrungen. Medien zufolge wurden in Chicago 125 Corona-Patienten mit dem Medikament behandelt. Dem Vernehmen nach will die Herstellerfirma in Kürze eine Interimsanalyse bei 400 Patienten mit schwerem Verlauf veröffentlichen.