Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow kritisiert das
uneinheitliche Vorgehen der Länder. "Es läuft nicht so synchron wie ich es mir gewünscht hätte", erklärt der Linken-Politiker im Interview mit
MDR Aktuell. Als Beispiel nennt er die
Maskenpflicht. Diese sei zuerst von einzelnen Bundesländern wie Sachsen und Bayern im Alleingang beschlossen worden. Inzwischen gilt sie in allen 16 Bundesländern.
"Da hätten wir zusammen in der Video-Schalte sagen sollen: Wir machen das jetzt", sagt er.
Ramelow warnt davor, dass sich diese Uneinigkeit der Länder bei der Lockerung der Maßnahmen fortsetze:
"Beim Wiedereintritt in den Alltag sollten wir uns nicht mit Geschwindigkeit überbieten." Maßgeblich sei, was zur Eindämmung des Virus helfe. Außerdem kritisiert Ramelow die
Pläne zum Start der Bundesliga im Mai: "Ich bin dagegen, dass
wir zuerst diejenigen privilegieren, die am meisten Geld auf den Tisch legen", sagt er.