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752 neue Corona-Infektionen im Land Bremen - Inzidenz bleibt vierstellig

16:38
08.01.2022
Im Land Bremen gibt es 752 neue Corona-Infektionen - 655 in Bremen und 97 in Bremerhaven. Das teilt das Gesundheitsressort mit. In Bremen ist ein weiterer Mensch an oder in Folge einer Covis-19-Infektion gestorben - die Zahl der insgesamt seit Pandemiebeginn Verstorbenen steigt damit auf 605 - 466 in Bremen und 139 in Bremerhaven. 
Die Inzidenz in Bremen beträgt 1100,4  und in Bremerhaven 696,6. 
Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz in Bremen beträgt 15,18, hier gilt aktuell die Corona-Warnstufe 3. 
In Bremerhaven beträgt die Hospitalisierungsinzidenz 4,40, dort gilt die Warnstufe 2.
Die Zahl der Genesenen steigt in Bremen um 347 auf 36.924 und in Bremerhaven um 21 auf 8274. 

Michael Rabba

FDP-Politiker Ullmann: Altersbezogene Corona-Impfpflicht möglich

15:21
08.01.2022
In der Debatte über eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona kann sich der FDP-Gesundheitspolitiker Andrew Ullmann unter bestimmten Bedingungen eine altersabhängige Regelung vorstellen. „Eine Impfpflicht, wie Italien sie eingeführt hat, halte ich auch für möglich“, sagte Ullmann am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Dort trat am Samstag eine Impfpflicht für über 50-Jährige in Kraft. „Sie wäre aus meiner Sicht verhältnismäßig, wenn das Funktionieren unseres Gesundheitswesens gefährdet ist“, betonte Ullmann. Ihm sei wichtig, „dass sobald sich die Lage ändert und das Virus endemisch wird, sich auch die Debatte zur Impfpflicht erübrigt“.

„Der Maßstab für unser Handeln müssen nicht die Infektionszahlen, sondern die Krankheitszahlen sein“, sagte Ullmann der „Augsburger Allgemeinen“. „Wenn diese sich trotz aller anderen Maßnahmen erhöhen, könnte eine selektive, altersbezogene Impfpflicht greifen. Zum Beispiel für Menschen ab 50 Jahren – das ist aber bislang nur eine Überlegung.“ Ähnlich äußerte Ullmann sich bei „Zeit Online“.

Ziel in der Pandemie sei es, das Gesundheitssystem vor einer Überlastung zu schützen, sagte Ullmann der dpa. „Dazu müssen wir die Impfquote in der älteren und vulnerablen Bevölkerungsgruppe erhöhen.“ Entsprechende Vorschläge sollten „ohne Scheuklappen“ diskutiert werden. Wichtig sei auf jeden Fall eine professionelle, persönliche Impfaufklärung, die „mitunter verpflichtend stattfinden“ könnte.

Eine Impfpflicht ab 50 Jahren hatte bereits der CSU-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger vorgeschlagen. In Griechenland wurde eine Impfpflicht für Menschen über 60 beschlossen.

Über eine allgemeine Corona-Impfpflicht soll der Bundestag voraussichtlich in diesem Jahr in freier Abstimmung ohne die sonst übliche Fraktionsdisziplin entscheiden.

Michael Rabba

Proteste gegen Corona-Politik: 11.000 Menschen in Hamburg erwartet

14:39
08.01.2022
Mehrere Tausend Impfgegner und Corona-Zweifler haben am Samstag in Hamburg gegen die Corona-Politik protestiert. Nach Polizeiangaben setzte sich der Demonstrationszug am Samstagnachmittag mit rund 7000 Menschen von der Kunsthalle aus in Bewegung. Es gebe weiter Zulauf, hieß es. Zu der Demo unter dem Motto „Das Maß ist voll. Hände weg von unseren Kindern“ wurden laut Polizei rund 11.000 Teilnehmer erwartet. Der Zug sollte vom Glockengießerwall über die Lombardsbrücke zur Esplanade und von dort über Stephansplatz und den Jungfernstieg führen. Der Veranstalter forderte die Teilnehmer immer wieder über Lautsprecher auf, die Masken- und Abstandspflicht einzuhalten. Dennoch waren in der Menge viele Menschen ohne Masken zu sehen.

Die Polizei hatte strenge Kontrollen angekündigt. Ein Demoteilnehmer habe einen Davidstern mit der Aufschrift „ungeimpft“ an der Kleidung getragen, twitterte die Polizei. Gegen die Person sei ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Volksverhetzung eingeleitet worden. Wegen der Demonstration kam es in der Innenstadt aufgrund von Straßensperrungen zu Verkehrsbehinderungen.

In Schwerin versammelten sich am Samstag nach Polizeiangaben etwa 1600 Menschen - der Veranstalter sprach von 2000 Teilnehmern. „Eltern und Großeltern sagen !!!NEIN!!! zur Covid-19 Impfung für Kinder!“ stand auf einem Banner am Kopf des Demonstrationszuges, der von lauten Trommeln und Trompeten angefeuert wurde. Auch in der Hamburger Innenstadt versammelten sich am frühen Nachmittag erste Teilnehmer zu einer Demonstration gegen die Corona-Politik. Laut Polizei wurden 11.000 Menschen erwartet.

In Berlin demonstrierten Dutzende Menschen bei einem Auto- und Fahrradkorso gegen die Corona-Maßnahmen. Die Stimmung sei friedlich, sagte ein Polizeisprecher am Samstagnachmittag. Die Polizei zählte mehr als 100 Fahrzeuge, 20 Räder und insgesamt etwa 150 Teilnehmer.

In Minden in Ostwestfalen gingen allerdings auch rund 2500 Menschen auf die Straße, um gegen „Querdenker“ zu demonstrieren. Sie brachten ihren Unmut über Corona-Leugner, Impf-Skeptiker und Rechtsradikale zum Ausdruck. „Ja zu Meinungsfreiheit und Miteinander - entschieden nein zu Hass, Drohungen und Gewalt“, hieß es etwa auf einem Plakat.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte der „Welt am Sonntag“, die Debatte der Impfgegner und Corona-Leugner habe jedes Maß und Ziel verloren. „Eine kleine Gruppe ist bereit, alle wissenschaftlichen Erkenntnisse vom Tisch zu wischen und sich freiwillig in einer Blase von Scheinwahrheiten zu begeben“, sagte er. Das sei eine neue und beängstigende Entwicklung in der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Michael Rabba