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Niedersachsens Inzidenz steigt - Bremer Wert bundesweit am höchsten

12:31
07.01.2022
In Niedersachsen steigt die Zahl der neu erfassten Ansteckungen mit dem Coronavirus weiter deutlich. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug nach Angaben der Landesregierung am Freitag 239,8 - am Vortag hatte der Wert noch bei 214,8 gelegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete 5180 neue Covid-19-Fälle. Damit verzeichnete Niedersachsen den dritten Tageshöchstwert in Folge. Zu dem starken Anstieg habe die ansteckendere Omikron-Variante geführt, hieß es am Freitag in Hannover. Für Bremen meldete das RKI mit 799,6 den mit Abstand höchsten Inzidenzwert aller Bundesländer.

Während für das kleinste Bundesland keine neuen Todesfälle mit Covid-19-Bezug vermeldet wurden, registrierte Niedersachsen 15 weitere Corona-Tote - insgesamt stieg deren Zahl damit auf 6891. Der Indikator für die Krankenhausaufnahmen sank indes erneut leicht von 4,5 auf 4,3. Er gibt an, wie viele Covid-19-Patienten innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner in den Krankenhäusern aufgenommen wurden. Die Auslastung der Intensivbetten mit solchen Kranken ging von 7,4 auf 6,9 zurück.

Bastian Angenendt

Kanzler Scholz bleibt bei Ja zu Impfpflicht

11:51
07.01.2022
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) befürwortet weiterhin die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht in Deutschland. Die Haltung des Bundeskanzlers dazu habe sich nicht verändert, sagte eine Regierungssprecherin am Freitag in Berlin. „Er hat sich ja dafür ausgesprochen und hat auch gesagt, dass er im Falle einer Abstimmung im Bundestag dafür stimmen würde, und daran hat sich auch nichts geändert“, fügte sie hinzu.

Über eine allgemeine Impfpflicht soll der Bundestag in freier Abstimmung ohne Fraktionsdisziplin entscheiden. Eine schnelle Entscheidung darüber wird es aber voraussichtlich nicht geben. Im Gespräch ist zunächst eine „Orientierungsdebatte“ im Bundestag noch in diesem Monat. Die SPD hatte am Donnerstag gesagt, ein Abschluss des Gesetzgebungsprozesses werde „noch im ersten Quartal“ angestrebt. Das kann also theoretisch auch erst im März sein.

Bastian Angenendt

Weniger Intensivpatienten werden nach Niedersachsen verlegt

11:07
07.01.2022
Trotz bundesweit steigender Corona-Fallzahlen sind zuletzt kaum noch Intensivpatienten aus anderen Ländern nach Niedersachsen verlegt worden. „Es gab in den letzten Tagen sehr wenige Verlegungen“, erklärte ein Sprecher des Innenministeriums in Hannover am Freitag. Insgesamt habe es seit Mitte November 74 Verlegungen in das sogenannte Kleeblatt Nord gegeben, davon 40 nach Niedersachsen. 67 dieser Verlegungen hätten aber schon bis Mitte Dezember stattgefunden. Zum Kleeblatt Nord gehören auch Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen.

Das Kleeblatt-System war während der ersten Corona-Welle 2020 eingeführt worden und besteht aus den fünf Regionen Nord, Ost, West, Südwest und Süd. Es soll Überforderungen einzelner Krankenhäuser verhindern, indem Intensivpatienten innerhalb einer Region oder, wenn das nicht mehr möglich ist, bundesweit verlegt werden.

Bastian Angenendt