Letztes Update:
20220107203302

Bundesweite Inzidenz übersteigt Marke von 300

04:10
07.01.2022
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat erneut einen Anstieg der offiziellen bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 303,4 an. Er steigt seit Ende Dezember von Tag zu Tag, wobei das RKI weiterhin von einer Untererfassung der Neuinfektionen wegen weniger Tests und Meldungen im Zuge der Feiertage und der Ferien ausgeht.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 285,9 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 214,9 (Vormonat: 432,2). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 56.335 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.01 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 41.240 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 264 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 323 Todesfälle. 

Bastian Angenendt

Lauterbach hält mehr Kontaktbeschränkungen in Gastronomie für nötig

23:54
06.01.2022
Angesichts der Omikron-Variante des Coronavirus hält Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) mehr Kontaktbeschränkungen in der Gastronomie für nötig. In der Sendung „RTL Direkt“ sagte er am Donnerstagabend, es sei für die Innenräume der Gastronomie angedacht, „dass man dort nur eintreten kann, wenn man zweimal geimpft und getestet ist. Nur noch Geboosterte können so rein.“ Das sehe eine Beschlussvorlage für die Gespräche von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) an diesem Freitag mit den Ministerpräsidenten der Länder vor.

Lauterbach erklärte: „Die Gastronomie ist ein Problembereich. Da sitzt man ohne Maske oft für Stunden. Und wenn sich die Menschen dort dann gegenseitig infizieren, wie wir es bei Omikron sehr viel sehen, dann brauchen wir einen besseren Schutz, daher 2G plus, also geimpft und zusätzlich eben getestet.“ Lauterbach schloss für die Zukunft auch noch weitergehende Kontaktbeschränkungen nicht aus.

Bastian Angenendt

Kapitel

Donnerstag, 6. Januar

Das war am Donnerstag, 6. Januar, wichtig

20:46
06.01.2022
Bremen und Niedersachsen:
  • Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der Stadt Bremen ist erneut gestiegen. Das Gesundheitsamt meldete am Donnerstag 1142 neue Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 850,9, die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz bei 13,59. In Bremerhaven gab es 135 gemeldete Corona-Neuinfektionen. Die Inzidenz machte auch hier einen Sprung und lag bei auf 545,1, die Hospitalisierungsinzidenz bei 4,40.
  • Ab Montag soll Bremen laut Senatsbeschluss in Warnstufe 4 wechseln. Teil des Beschlusses ist auch, dass 2G plus nicht nur in der Gastronomie, sondern auch in vielen anderen Alltagsbereichen gelten soll.
  • Die Zahl der neu erfassten Ansteckungen mit dem Coronavirus wächst in Niedersachsen spürbar. Die Inzidenz erreichte am Donnerstag nach Angaben der Landesregierung 214,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche.
Deutschland und die Welt:
  • Österreich reagiert mit neuen Beschränkungen auf die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus. Künftig muss im Freien eine FFP2-Maske getragen werden, wenn kein Zwei-Meter-Abstand eingehalten werden kann. Das gilt zum Beispiel für Fußgängerzonen und Warteschlangen. Außerdem wird der Handel zu Kontrollen verpflichtet, damit die 2G-Regel (Einlass nur für Geimpfte und Genesene) eingehalten wird.
  • Die Zahl der neu gemeldeten Coronavirus-Fälle weltweit ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) innerhalb einer Woche um 71 Prozent auf knapp 9,5 Millionen gestiegen. So viele neue Fälle wurden binnen sieben Tagen noch nie gemeldet, teilte die WHO mit. 
  • Die Impfkampagne in Deutschland nimmt nach dem Jahreswechsel weiter an Fahrt auf. Am Mittwoch wurden 728.000 Impfdosen verabreicht, wie das Robert Koch-Institut mitteilte. Damit haben nun 59,5 Millionen Menschen in Deutschland (71,5 Prozent der Bevölkerung) den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze. Eine zusätzliche Auffrischungsimpfung („Booster“) haben mindestens 34 Millionen Menschen (40,9 Prozent) bekommen.

Bastian Angenendt