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Gesundheitsminister tagen - Lauterbach für härtere Corona-Regeln

10:28
05.01.2022
Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern kommen an diesem Mittwoch kurzfristig zu einer Videokonferenz zusammen, um über eine Änderung der Corona-Regeln zu beraten. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sprach sich einem Medienbericht zufolge vor den Gesprächen für härtere Kontaktbeschränkungen aus. „Verschärfungen werden leider notwendig sein, um der schweren Welle, die auf uns zukommt, zu begegnen“, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch). „Ich werde dazu Vorschläge machen.“ Details nannte Lauterbach nicht.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am Freitag den weiteren Kurs festlegen und neue Beschlüsse fassen. Im Gespräch ist auch eine Verkürzung der Quarantäne, um wichtige Versorgungsbereiche aufrecht erhalten zu können, falls die Infektionszahlen wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante stark ansteigen sollten. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Mittwoch einen Anstieg der offiziellen bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz. Es gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche mit 258,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 239,9 gelegen, vor einer Woche bei 205,5 (Vormonat: 439,2). Zu einer Sonderschalte treffen sich am Mittwoch auch die Kultusminister der Länder. Sie wollen erörtern, wie der Schulbetrieb bei einem Anwachsen der Omikron-Welle gesichert werden kann.

Jan-Felix Jasch

Corona-Inzidenz in Niedersachsen steigt auf 195,3

09:48
05.01.2022
Der Anstieg der neu erfassten Ansteckungen mit dem Coronavirus ist in Niedersachsen ungebrochen. Die Inzidenz lag am Mittwoch nach Angaben der Landesregierung bei 195,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am Vortag lag dieser Wert noch bei 183,0. Zum Jahreswechsel geben die Daten laut Robert Koch-Institut aber nur ein unvollständiges Bild der epidemiologischen Lage wider. Auch das Landesgesundheitsamt hatte zuletzt daran erinnert, dass die Meldezahlen an Wochenenden und Feiertagen erfahrungsgemäß niedriger seien.

Der Indikator für die Krankenhausaufnahmen, der von diesem Meldeverzug unbeeinflusst ist, sank unterdessen leicht von 4,8 auf 4,6. Er gibt an, wie viele Covid-19-Patienten innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner in den Krankenhäusern aufgenommen wurden. Die Auslastung der Intensivbetten im Land mit Covid-19-Patienten ging deutlich von 8,1 auf 7,4 Prozent zurück.

Seit Heiligabend und noch bis zum 15. Januar gilt in Niedersachsen landesweit die Warnstufe 3. Im Alltag greift damit vorrangig die 2G-plus-Regel, die den Zugang auf Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test beschränkt. Zudem dürfen bei privaten Treffen maximal zehn Menschen, die geimpft oder genesen sind, zusammenkommen. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Wer nicht geimpft ist, darf sich nur mit zwei Personen aus einem weiteren Haushalt treffen.

Sebastian Oldenborg