Letztes Update:
20220103200518

Corona trifft Luftverkehr in Deutschland besonders hart

14:53
03.01.2022
Im europäischen Vergleich hat die Corona-Krise den deutschen Luftverkehr im vergangenen Jahr besonders hart getroffen. Die Zahl der Flüge erreichte hierzulande mit 1,04 Millionen Starts und Landungen nur rund 50 Prozent des Vorkrisenjahres 2019, wie aus einer detaillierten Auswertung der Luftsicherheitsorganisation Eurocontrol hervorgeht. Einen stärkeren Einbruch erlebten nur die Briten mit einem Rückgang um 63 Prozent auf 823.000 Flugbewegungen. In der Folge gehörten sowohl die deutschen Flughäfen als auch die Lufthansa Group zu den Verlierern des Jahres.

Das liegt auch am starken Rückgang des innerdeutschen Flugverkehrs. Dieser ist mit 52 Prozent gegenüber 2019 stärker geschrumpft als die Binnenverkehre in anderen europäischen Ländern wie Spanien (-27 Prozent), Frankreich (-24 Prozent) oder der Türkei (-23 Prozent). Frankfurt hat seinen Rang als verkehrsreichster Flughafen im Jahr 2019 verloren, weil sich die Zahl der durchschnittlichen Flugbewegungen nahezu halbierte auf 718 pro Tag. Zum Jahresende 2021 lagen nun Amsterdam, Paris und Istanbul vor dem größten deutschen Flughafen.

Sebastian Oldenborg

Hospitalisierung in Niedersachsen steigt leicht

14:02
03.01.2022
Die Zahl der Krankenhaus-Aufnahmen von Covid-19-Kranken hat in Niedersachsen zu Wochenbeginn leicht zugenommen. Der für die Bewertung der Pandemie-Situation maßgebliche Leitindikator der Hospitalisierung stieg am Montag auf 4,7, wie aus Zahlen des Landes hervorging. Am Sonntag hatte er noch leicht darunter bei 4,6 gelegen. Der Wert gibt an, wie viele Menschen auf 100.000 Einwohner gerechnet binnen sieben Tagen mit einer Covid-19-Erkrankung neu in eine Klinik aufgenommen wurden.

Die Auslastung der Intensivbetten in den niedersächsischen Krankenhäusern betrug am Montag unverändert 8,6 Prozent. Die Sieben-Tages-Inzidenz für Neuinfektionen gab das Land mit 174,6 an. Die Zahl der Toten mit Corona-Bezug seit Beginn der Pandemie stieg laut Robert Koch-Insitut (RKI) um 2 auf 6828. Während der Feiertage und zum Jahreswechsel spiegeln die ausgewiesenen Daten nach Angaben des RKI aber nur ein unvollständiges Bild der epidemiologischen Lage wider.

Sebastian Oldenborg

Zentralrat der Muslime spricht sich für Impfpflicht aus

13:20
03.01.2022
Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) dringt im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht. "Ich spreche mich für eine solche Verpflichtung in Deutschland aus", sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag). Dass die Impfquote nur langsam steige, nannte er "ärgerlich". Impfen rette Leben, Impfen bedeute Solidarität, betonte Mazyek. "Dies gilt nach den Maßstäben des vernünftigen Bürgers und der Ethik des Islam."

Mazyek wies darauf hin, dass die Impfquote unter muslimischen Bürgern leicht über dem allgemeinen Durchschnitt liege. In manchen Gemeinden seien es nach eigenen Erhebungen 90 Prozent und mehr. Zugleich sagte der ZMD-Vorsitzende, "wir müssen noch mehr werben und noch mehr Moscheen gewinnen, dabei mitzumachen".

Jan-Felix Jasch