Im europäischen Vergleich hat die Corona-Krise den deutschen Luftverkehr im vergangenen Jahr besonders hart getroffen. Die Zahl der Flüge erreichte hierzulande mit 1,04 Millionen Starts und Landungen nur rund 50 Prozent des Vorkrisenjahres 2019, wie aus einer detaillierten Auswertung der Luftsicherheitsorganisation Eurocontrol hervorgeht. Einen stärkeren Einbruch erlebten nur die Briten mit einem Rückgang um 63 Prozent auf 823.000 Flugbewegungen. In der Folge gehörten sowohl die deutschen Flughäfen als auch die Lufthansa Group zu den Verlierern des Jahres.
Das liegt auch am starken Rückgang des innerdeutschen Flugverkehrs. Dieser ist mit 52 Prozent gegenüber 2019 stärker geschrumpft als die Binnenverkehre in anderen europäischen Ländern wie Spanien (-27 Prozent), Frankreich (-24 Prozent) oder der Türkei (-23 Prozent). Frankfurt hat seinen Rang als verkehrsreichster Flughafen im Jahr 2019 verloren, weil sich die Zahl der durchschnittlichen Flugbewegungen nahezu halbierte auf 718 pro Tag. Zum Jahresende 2021 lagen nun Amsterdam, Paris und Istanbul vor dem größten deutschen Flughafen.