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Corona-Rekordwerte in den USA - Omikron weiter auf dem Vormarsch

07:37
29.12.2021
In den USA steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter rapide an. Für Montag gab die Gesundheitsbehörde CDC mehr als 440.000 neue Fälle an einem Tag an - der höchste gemeldete Tageswert seit Beginn der Pandemie. Allerdings ist davon auszugehen, dass diese Zahl wahrscheinlich aufgrund der Feiertage verfälscht ist, da es nach Weihnachten noch zu Nachmeldungen gekommen sein dürfte. Die Daten variieren auch deutlich - die „New York Times“ etwa meldete für den Tag sogar mehr als 500.000 Neuinfektionen in den USA.

Bundesstaaten wie New York, New Jersey, Illinois und Maryland sowie die Hauptstadt Washington hatten in den vergangenen Tagen täglich Rekordwerte bei den Corona-Neuansteckungen verzeichnet - die Kurve zeigt dabei steil, teils fast senkrecht nach oben. Die Omikron-Variante dominiert inzwischen das Infektionsgeschehen in den USA. Auch wenn die CDC zuletzt ihre Schätzungen zur Verbreitung der neuen Variante nach unten korrigierte, ist der Anteil der Variante an den Neuinfektionen seit Anfang Dezember signifikant gestiegen.

US-Präsident Joe Biden steht unterdessen weiter wegen fehlender Kapazitäten für flächendeckende Corona-Tests in der Kritik. Er hatte zuletzt Fehler eingestanden und erklärt, die aktuelle Situation sei nicht in Ordnung - die Regierung hätte sich eher um die Beschaffung von Tests kümmern müssen. Nun habe sie aber „ein paar Fortschritte“ gemacht, sagte er am Dienstag auf Nachfrage in Delaware, wo er die Zeit mit seiner Familie verbringt.

Jan-Felix Jasch

Bundesagentur: Geld für Kurzarbeit über den Winter ist da

06:34
29.12.2021
Die Bundesagentur für Arbeit ist nach Angaben ihres Vorstandschefs Detlef Scheele für eine mögliche neue Welle von Kurzarbeitern gewappnet, sollte sich die Corona-Pandemie problematisch entwickeln. Bis zum 31. März bestehe im neuen Haushalt für das Jahr 2022 ein ausreichendes Polster, sagte Scheele der Deutschen Presse-Agentur in Nürnberg.

Die Kurzarbeit sei bereits seit Mitte November wieder spürbar gestiegen. „Von einem niedrigem Niveau, aber das relativ sprunghaft“, sagte Scheele. Wir müssen deshalb wieder Personal umschichten, um das Aufkommen zu bewältigen. „Aber wir hoffen, dass das Ende März wieder vorbei ist“, sagte er. Betroffen sei etwa das Gastgewerbe, vor allem in den Hochinzidenzgebieten Bayerns und der neuen Bundesländer.

Es gebe keinen Anlass zu der Annahme, dass Leistungen nicht gezahlt würden - auch die neue Bundesregierung plane hier nach seiner Sicht keinen Kurswechsel. Es sei denkbar, dass die Frühjahrsprognose der Bundesregierung anders aussehen werde als die Herbstprognose, auf deren Basis der neue Haushalt kalkuliert worden sei. „Wenn nach dem März noch was kommt, kann es sein, dass wir wieder nachjustieren müssen“, sagte Scheele. 

Jan-Felix Jasch