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England holt wegen Omikron Lehrer aus dem Ruhestand

17:32
20.12.2021
Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante in Großbritannien will der britische Bildungsminister Lehrkräfte aus dem Ruhestand zurückholen. Alle, die sich imstande fühlten, zu helfen, sollten sich jetzt auf einer entsprechenden Internetseite registrieren, um die „Störungen durch das Virus im neuen Jahr“ zu reduzieren, sagte Nadhim Zahawi am Montag dem Sender Sky News zufolge. Aufgrund der extrem hohen Übertragbarkeit von Omikron wird befürchtet, dass im ganzen Land viele Lehrkräfte gleichzeitig ausfallen, was den Schulbetrieb erheblich stören könnte. Einige Schulen sollen sich bereits wieder auf Online-Unterricht vorbereiten.

In England und Schottland hat sich Omikron innerhalb weniger Wochen als vorherrschende Variante durchgesetzt. Mit mehr als 93.000 bestätigten Corona-Neuinfektionen erlebte Großbritannien Ende der Woche einen neuen Höchststand, tatsächlich sollen sich aber täglich Hunderttausende infizieren.

Auch in anderen systemrelevanten Branchen werden massive Personalausfälle befürchtet. In London, wo Omikron bereits rund 80 Prozent der Fälle ausmacht, fehlen in Krankenhäusern bereits Hunderte Beschäftigte.

Saskia Hassink

192 neue Corona-Infektionen im Land Bremen

16:44
20.12.2021
Im Land Bremen gibt es 192 neue Corona-Infektionen - 186 in Bremen und 6 in Bremerhaven. Das teilt das Gesundheitsressort mit. Die Zahl der insgesamt bestätigten Fälle steigt damit auf 44.489 - 36.046 in Bremen und 8443 in Bremerhaven. 
In Bremen ist ein weiterer Erkrankter an oder in Folge einer Covid-19-Infektion gestorben. Die Zahl der Verstorbenen steigt damit auf 438. In Bremerhaven bleibt die Zahl der Verstorbenen unverändert bei 131. 
Als genesen gelten 32.599 (+104) Menschen in Bremen und 7555 (+7) in Bremerhaven. 
Die Inzidenz in Bremen beträgt 298,1 und in Bremerhaven 182,3. 
Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz in Bremen beträgt 5,47, hier gilt die Corona-Warnstufe 2, es werden aktuell 69 Covid-19-Patienten stationär versorgt, 22 davon auf Intensivstationen, von denen 12 beatmet werden, 
In Bremerhaven beträgt die Hospitalisierungsinzidenz 6,16, hier gilt die Warnstufe 3. 25 Patienten werden stationär versorgt, davon neun auf Intensivstationen, von denen 6 beatmet werden. 

Michael Rabba

Studie: 40 Prozent haben nach Infektion mit Coronavirus noch Symptome

13:59
20.12.2021
Rund 40 Prozent der mit dem Coronavirus infizierten Menschen haben einer Studie der Universitätsklinik Mainz zufolge Long-Covid-artige Symptome - unabhängig davon, ob sie von ihrer mehr als sechs Monate zurückliegenden Infektion wussten oder nicht. Jeder Dritte berichte, nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 nicht wieder so leistungsfähig zu sein wie vorher, sagte der Leiter der Studie, Philipp Wild, am Montag in Mainz. Andere der zahlreichen Symptome „ohne klares klinisches Muster“ seien Abgeschlagenheit, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Gedächtnisstörungen, Atmennot/Kurzatmigkeit und Schlafstörungen, Gelenkschmerzen und Stimmungsschwankungen.

Allerdings berichteten auch rund 40 Prozent der gar nicht-infizierten Menschen von einigen ähnlichen Symptomen während der Pandemie, wie Abgeschlagenheit, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen, die mindestens sechs Monate anhielten, sagte Wild. „Es ist aber falsch zu sagen, das Krankheitsbild Long-Covid gibt es nicht“, betonte der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin. Diese Ergebnisse zeigten vielmehr, wie wenig spezifisch das Krankheitsbild sei und wie groß der Forschungsbedarf. Der Vorstandsvorsitzende der Unimedizin, Norbert Pfeiffer, sagte: „Das ist möglicherweise auch Ausdruck der Situation der Belastung.“

Frauen sind den ersten Studienergebnissen zufolge nach einer Infektion häufiger von Long-Covid-artigen Symptomen betroffen als Männer (45,8 Prozent zu 34,6 Prozent). Das Alter der Infizierten spiele hingegen keine Rolle. 

dpa