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Weiteres Spiel der Premier League wegen Corona abgesagt

16:55
18.12.2021
Die Corona-Pandemie in Großbritannien bringt die Premier League immer mehr in Bedrängnis. Am Samstag wurde kurzfristig das für den Nachmittag angesetzte Spiel zwischen Aston Villa und dem FC Burnley abgesagt, weil weitere am Vortag vorgenommene Corona-Tests positiv ausgefallen sind. Damit stünden dem Fußball-Team von Trainer Steven Gerrard nicht mehr genug Spieler zur Verfügung, teilte die Premier League mit.

Damit finden an diesem Wochenende nur vier der zehn angesetzten Partien des 18. Spieltages statt: Leeds United gegen den FC Arsenal, Wolverhampton Wanderers gegen FC Chelsea, Newcastle United gegen Manchester City und Tottenham Hotspur gegen FC Liverpool. Bereits am vorangegangenen Spieltag waren drei Begegnungen abgesagt worden.

Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus kommen die Trainer der englischen Premier League am Montag zu einem Krisentreffen zusammen. Die Manager wollen die sich zuspitzende Situation erörtern. „Es gibt viele Sorgen und unbeantwortete Fragen“, sagte Gerrard.

Denise Frommeyer

Tausende demonstrieren in Hamburg gegen Corona-Maßnahmen

16:22
18.12.2021
Tausende Menschen haben in Hamburg gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Nach Angaben der Polizei zogen 11 500 Demonstranten in mehreren Blöcken durch die Innenstadt. Es waren mehr als 8000 Teilnehmer erwartet worden. „Nein zur Impflicht!“, hieß es auf vielen selbstgebastelten Plakaten. Die Veranstalter riefen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer wieder auf, friedlich zu bleiben und Masken aufzusetzen. Das Motto lautete: „Das Maß ist voll. Hände weg von unseren Kindern“. Zahlreiche Straßen in der Innenstadt waren blockiert. Die Demonstration sei bislang ohne nennenswerte Vorkommnisse verlaufen, sagte ein Polizeisprecher am Abend.

Jusos, die Grüne Jugend und Gruppen aus der linken Szene hatten zu drei Gegenkundgebungen aufgerufen. Laut Polizei kamen zu diesen Versammlungen deutlich weniger als die von den Veranstaltern erwarteten knapp 1000 Teilnehmer. Bei einer der Kundgebungen hätten sich rund 400 Menschen versammelt, eine andere sei abgesagt worden. Beim Auftakt der großen Demonstration wurden am Rande Sprechchöre laut. Etwa 100 bis 200 Menschen riefen „Nazis raus“. Ein Sprecher der Impfgegner ermahnte seine Mitstreiter: „Lasst euch nicht provozieren!“

Auf einer Zwischenkundgebung nahe dem Weihnachtsmarkt am Jungfernstieg warf ein Redner dem Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) vor, die Ungeimpften beleidigt zu haben, indem er von einer „Pandemie der Ungeimpften“ gesprochen habe. „Das ist Spaltung, das ist Hetze! Und dagegen stehen wir auf!“, rief er begleitet von Jubel und Applaus der Teilnehmer.

Mehrfach wurde der Ruf laut: „Wir sind die rote Linie!“ Damit bezogen sich die Demonstranten auf die erste Regierungserklärung von Bundeskanzler Olaf Scholz, in der der SPD-Politiker gesagt hatte, für die Eindämmung der Pandemie gebe es „keine rote Linien“. Immer wieder kritisierten Redner Medien und sprachen von „sogenannten Journalisten“. „Glotze aus - Hirn an - striktes Nein zur Impfpflicht“ - lautete die Parole auf einem Transparent ganz an der Spitze des Zuges.

Denise Frommeyer