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China und EU mit Abstand größte Hersteller von Corona-Impfstoffen

20:56
17.12.2021
China und Europa sind weltweit die größten Produzenten von Impfstoffen gegen das Coronavirus, gefolgt von Indien und den USA. Das geht aus Analysen hervor, die der Datenverarbeiter Airfinity am Donnerstag in Genf vorstellte. Demnach wird die Produktion allein in diesem Monat etwa 1,4 Milliarden Dosen betragen. Damit wären es dann seit Beginn des Jahres gut elf Milliarden insgesamt.

Davon wurden nach diesen Analysen rund 4,5 Milliarden Dosen in China hergestellt und knapp 2,3 Milliarden im europäischen Wirtschaftsraum. Für Indien bezifferte das Unternehmen die Produktion auf knapp 1,6 Milliarden, für die Vereinigten Staaten auf knapp 950 Millionen.

Bei gleichbleibender Produktion würden bis Ende Juni 2022 weitere 8,7 Milliarden Dosen produziert, sagt Airfinity voraus. Wenn Hersteller einen Teil ihrer Kapazitäten auf einen an die Omikron-Variante des Virus angepassten Impfstoff umstellen müssten, würden 3,7 Milliarden Impfdosen weniger produziert.

Saskia Hassink

Demonstrationen gegen Corona-Politik in vielen Städten erwartet

20:28
17.12.2021
In vielen deutschen Städten sind an diesem Samstag Demonstrationen von Gegnern der Corona-Politik und der Impfungen geplant. Zur absehbar größten werden allein in Hamburg am Nachmittag (16.00 Uhr) rund 8000 Menschen erwartet. Unter dem Motto „Das Maß ist voll. Hände weg von unseren Kindern“ wollen sie durch die Innenstadt ziehen, wie die Polizei mitteilte. Nach einer erst am Freitag in Kraft getretenen Verordnung müssen alle Masken tragen. Die linke Szene hat drei Gegenkundgebungen angemeldet, zu denen laut Polizei knapp 1000 Teilnehmer erwartet werden.

Proteste sind darüber hinaus unter anderem in Freiburg mit erwarteten 2500 Teilnehmern sowie in Neumarkt/Oberpfalz mit 1500 geplant, außerdem soll es in Hannover mehrere kleinere Demonstrationen geben.

In Berlin wurde eine Demonstration von der Polizei verboten, wie ein Sprecher sagte. Begründet wurde das wie schon bei früheren Demonstrationen mit den zu erwartenden Verstößen gegen Corona-Regeln wie Maskenpflicht und Abstandhalten. Angemeldet waren 2000 Teilnehmer. Bei früheren Verboten hatten sich trotzdem zum Teil viele Protestierer versammelt und erst zerstreut, als die Polizei eingriff.

Im thüringischen Greiz wollen Vereine, Kirchen und Institutionen als Reaktion auf die andauernden Proteste gemeinsam ein Zeichen für Zusammenhalt und Respekt setzen: Eine halbe Stunde lang sollen ab 19.00 Uhr Lieder wie „Stille Nacht“ von den Dächern der Innenstadt klingen - „da wir aufgrund der aktuellen Situation mit Corona nicht selbst auf die Straßen gehen wollen“, wie eine Sprecherin sagte. Am vergangenen Samstagabend waren dort bei Corona-Protesten 14 Polizisten verletzt worden.

Denise Frommeyer