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20211217172643

EU-Länder wollen angepassten Impfstoff anschaffen

08:58
17.12.2021
Angesichts der besorgniserregenden Omikron-Variante wollen sich die EU-Staaten 180 Millionen Dosen angepassten Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer liefern lassen. Ein bestehender Vertrag sehe vor, dass die Unternehmen die Impfstoffe - falls gewünscht - innerhalb von 100 Tagen an neue Varianten anpassen, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in der Nacht zum Freitag nach einem EU-Gipfel in Brüssel. Die EU-Staaten nutzen ihr zufolge nun diese Möglichkeit. Insgesamt sieht der Vertrag mit Biontech/Pfizer die Lieferung von bis zu 1,8 Milliarden Impfdosen bis Ende 2023 vor.

„Wir wissen, dass die Omikron-Variante uns wirklich bedroht“, sagte von der Leyen. Sie verbreite sich mit einer extrem schnellen Geschwindigkeit und es bestehe möglicherweise das Risiko, dass sie zumindest teilweise den Impfschutz umgehe. Schon jetzt seien die Gesundheitssysteme überlastet. Dies sei auf die hohe Zahl Ungeimpfter zurückzuführen. Die Antwort darauf könne nur sein, das Impfen auszubauen, Kinder ab fünf zu impfen, Auffrischimpfungen zu verabreichen und Schutzmaßnahmen zu befolgen.

Von der Leyen kündigte zudem an, dass ihre Behörde zeitnah Leitlinien mit Blick auf den EU-Impfnachweis vorlegen werde. Es gehe um einen gemeinsamen Ansatz beim Umgang mit Booster-Impfungen und die Frage, wie lange das Zertifikat gültig sei. Auffrischungsimpfungen werden demnach spätestens sechs Monate nach der vollständigen Impfung empfohlen. Das Impfzertifikat soll drei weitere Monate gültig sein, ehe eine Auffrischung nötig ist.

Saskia Hassink

Weitere Lieferungen von Kinder-Impfstoff Anfang Januar

07:55
17.12.2021
Für die angelaufenen Corona-Impfungen von Kindern zwischen fünf und elf Jahren in Deutschland soll zu Beginn des neuen Jahres weiterer Impfstoff kommen. In den beiden Wochen vom 3. Januar und vom 10. Januar sind jeweils Lieferungen von 1,25 Millionen Dosen des Kinder-Präparats von Biontech an das Zentrallager des Bundes geplant, wie eine neue Übersicht des Gesundheitsministeriums zeigt. Weitere 1,25 Millionen Dosen sollen im Januar außerdem folgen.

Für den Auftakt der Kinderimpfungen in dieser Woche war eine erste Lieferung von 2,4 Millionen Dosen vorgesehen. Verwendet wird ein niedriger dosierter Biontech-Impfstoff.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfungen für Kinder, die Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf oder Angehörige mit hohem Risiko haben. Es können nach individueller Entscheidung und ärztlicher Aufklärung aber auch alle Kinder geimpft werden. Für Kinder ab zwölf Jahren laufen Impfungen bereits seit mehreren Wochen.

Saskia Hassink

Deutsche greifen in Corona-Krise noch mehr zu Schokolade

07:09
17.12.2021
Sogenannte Nervennahrung in der Pandemie: In der Schokoliebhaber-Republik Deutschland wird in der Corona-Krise noch mehr zu Schokolade gegriffen als sowieso. Das zeigen Zahlen des Marktforschungsunternehmens Nielsen. „Der Schokoladenkonsum der Haushalte ist 2021 höher als noch 2019. Verbraucher verbrachten und verbringen seit Beginn der Pandemie mehr Zeit zu Hause, vor allem aufgrund von Homeoffice und wegen der Lockdown-Beschränkungen. Diese Veränderungen beeinflussen auch das Kaufverhalten“, sagen in Frankfurt/Main die Schokolade- und Süßwarenexpertinnen von Nielsen.

Statistikern zufolge steht Deutschland weltweit an der Spitze im Pro-Kopf-Verbrauch von Schokolade - neben der Schweiz. Beim Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) in Bonn sagt Schoko-Experte Torben Erbrath, der Konsum sei seit Jahren recht stabil. Etwa neun Kilogramm Schokolade isst demnach jeder Mensch in Deutschland im Jahr, vor 50 Jahren waren es noch unter sechs Kilo.

Saskia Hassink