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20211209150048

WHO-Beirat weiter gegen Auffrischimpfungen für alle

10:29
09.12.2021
Der Impfrat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt weiterhin keine allgemeine Corona-Auffrischimpfung, wie sie Deutschland und viele andere Länder bereits anbieten. Es gehe um faire Impfstoffverteilung, sagte der Vorsitzende des unabhängigen Beirats für Immunisierungsfragen (SAGE), Alejandro Cravioto, am Donnerstag in Genf. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem sei die Lage anders, für sie hat der Rat schon zuvor eine dritte Impfdosis empfohlen.

So lange nicht genügend Impfstoffe vorhanden seien, müsse es Priorität bleiben, jedem Menschen der Welt eine Grundimpfung mit ein oder zwei Dosen anzubieten. Eine volle Impfung - im Fall von Pfizer/Biontech oder Moderna zwei Dosen - schütze mindestens sechs Monate gut vor einem schweren Krankheitsverlauf, sagte Cravioto.

Der Impfrat empfiehlt, dass die erste und zweite Dosis möglichst mit dem gleichen Impfstoff erfolgen. Dort, wo es Kapazitätsprobleme gebe, könne auch ein anderer Impfstoff zum Einsatz kommen. Mit der Frage, ob eine Auffrischimpfung womöglich mit einem anderen Impfstoff Sinn mache, um einen breiteren Schutz zu erzeigen, befasst sich der Rat noch und hat Empfehlungen in Kürze in Aussicht gestellt.

Saskia Hassink

Lage in Niedersachsen schwächt sich leicht ab - zwei Todesfälle in Bremen

09:39
09.12.2021
Das Corona-Infektionsgeschehen in Niedersachsen hat sich am Donnerstag im Vergleich zum Vortag nur leicht verändert. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) auf 198,7 - nach 201,3 einen Tag zuvor. So viele Menschen pro 100.000 Einwohner infizierten sich binnen einer Woche neu mit dem Virus. 3304 Neuinfektionen kamen hinzu, außerdem starben 27 weitere Menschen. Die regional höchste Inzidenz verzeichnete die Stadt Salzgitter mit 368,7.

Der Hospitalisierungsindex in Niedersachsen stieg auf 5,9 nach 5,7 am Mittwoch. So viele Menschen pro 100.000 Einwohner kamen mit einer Covid-19-Erkrankung neu in eine Klinik. 
In Bremen wurde am Donnerstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 223,3 nach 217,2 am Vortag verzeichnet. 329 Neuinfektionen wurden gezählt, zwei weitere Todesfälle kamen hinzu.

Saskia Hassink

RKI registriert 70.611 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 422,3

09:08
09.12.2021
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 422,3 an. Am Vortag hatte der Wert bei 427 gelegen, vor einer Woche bei 439,2 (Vormonat: 213,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 70.611 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 7.55 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 73 209 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 465 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 388 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6.362.232 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 5,79 an (Dienstag: 5,45). Die Zahl der Genesenen lag am Donnerstag bei 5.278.300. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 104.512.

Saskia Hassink