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Umfrage: „Generation Mitte“ wieder optimistischer - trotz Corona

13:04
08.12.2021
Im zweiten Corona-Herbst hat die „Generation Mitte“ laut einer Studie ihre Zuversicht langsam wieder zurückgewonnen. Viele fühlten sich aber zunehmend gestresst und hatten Sorgen vor steigenden Preisen. Das ergab eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

37 Prozent der befragten 30- bis 59-Jährigen gaben in der Umfrage an, wieder mit Optimismus in die Zukunft zu schauen. Das ist zwar noch weit entfernt vom Niveau vor der Corona-Pandemie, aber doch deutlich mehr als im vergangenen Jahr mit 22 Prozent. Noch im Jahr 2020 hatte sich jeder Dritte häufig gestresst gefühlt, jetzt liegt der Anteil bei 39 Prozent.

Ungeachtet der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise bewertet die mittlere Generation ihre finanzielle Lage als stabil und überwiegend positiv. Es gibt aber große Unterschiede: In den finanziell schwächeren Schichten sind 17 Prozent mit ihrer Lage zufrieden, 40 Prozent sagen hingegen, dass sich ihre wirtschaftliche Lage in den vergangenen fünf Jahren verschlechtert hat. In den besser gestellten Schichten berichten 8 Prozent von einer Verschlechterung ihrer Lage, 51 Prozent aber von einer Verbesserung.

Eltern aus der „Generation Mitte“ machen sich außerdem zudem große Sorgen, dass sich die eigenen Kinder mit dem Virus infizieren könnten. Und: Auch nach fast zwei Jahren Pandemie beurteilt die Mehrheit der Eltern die digitale Ausstattung der Schulen als unzureichend. Nur 30 Prozent der Eltern von Schulkindern sagen, dass sich die digitale Ausstattung der Schulen im Laufe der Corona-Krise verbessert hat.

Denise Frommeyer

Handel wirbt für bundesweite „Bändchenlösung“ beim Einkauf

12:21
08.12.2021
Der Handel in Deutschland wirbt für eine bundesweite „Bändchenlösung“ beim Einkauf in den Innenstädten und Einkaufszentren, um die vorgeschriebenen 2G-Kontrollen zu erleichtern. „Es gibt aktuell ein buntes Durcheinander bei den Regelungen zur Kontrolle von 2G im Einzelhandel mit Gütern des nicht-täglichen Bedarfs. Das muss dringend vereinheitlicht werden“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Bei der etwa in Mainz bereits praktizierten „Bändchenlösung“ wird jeder Kunde nur einmal auf 2G kontrolliert und erhält dann ein Bändchen, mit dem er an diesem Tag Zutritt zu allen Geschäften hat. Das sei für den Handel eine große Erleichterung, betonte Genth. „Die Kontrolle jedes Kunden in jedem Geschäft führt zu erheblichem Aufwand und zu Schlangenbildung vor den Ladentüren. Deshalb wäre es aus Sicht des Handels gut, die in einigen Bundesländern gültige Bändchenlösung auf das ganze Bundesgebiet auszuweiten.“

Bei den erforderlichen 2G-Kontrollen brauche der Einzelhandel allerdings dringend Unterstützung. Denn an dieser Stelle übernähmen die Unternehmen staatliche Aufgaben. Deshalb sollten hier entweder die Kommunen unterstützend tätig werden oder finanzielle Beiträge an die betroffenen Händler fließen, verlangte Genth.

Grundsätzlich müsse die 2G-Regelung im Einzelhandel wieder abgeschafft werden, verlangte Genth. Denn sie leiste keinen Beitrag im Kampf gegen die Pandemie. Der Einkauf mit Maskenpflicht und Hygienekonzept sei sicher.

Denise Frommeyer