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Bremen: Sonder-Impfaktion wird fortgesetzt

14:14
07.12.2021
Die Sonder-Impfaktion „Impfen statt Weihnachtsmarkt“, bei der am 4. Dezember über 1000 Menschen in Bremen bei niedergelassenen Haus- und Fachärzten geimpft worden sind, wird fortgesetzt. Das teilt die Kassenärztliche Vereinigung Bremen mit. 

Am Samstag, 11. Dezember, ab 9 Uhr, bieten folgende orthopädische Praxen eine offene Sprechstunde zum Impfen an: Praxis Dr. Ludwig W. Ackermann/Dr. Adrianus den Hertog (Gerhard-Rohlfs-Straße 39), Praxis Dr.med. Frank Wendelken/Moriss Daoud/Dr.med. Alexander Hertwig (Rotdornallee 1) sowie Praxis Henning Trumann (Hammersbecker Straße 224 a). Impfwillige sollen ihren Impfpass, Personalausweis und Versichertenkarte mitbringen. Eine Terminbuchung ist nicht nötig. Es sind Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen möglich. 

Bei der Impfaktion am 4. Dezember hatten sich vier Praxen in Bremen Nord, eine Praxis in Arbergen und eine Praxis in der Stader Straße beteiligt. „Die überwiegende Zahl der Impfungen waren Booster-Impfungen. Allerdings gab es auch eine nennenswerte Zahl von Erstimpfungen“, wird Dr. Adrianus den Hertog, Landesvorsitzender des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU), zitiert. „Die Aktion war für alle Beteiligten ein positives Erlebnis. Die Impflinge waren glücklich über das niederschwellige Angebot und den reibungslosen Ablauf in den Praxen. Und für uns Ärzte war es eine neue Erfahrung, die geballte Freude unserer Impflinge zu spüren. Soviel Zuspruch bekommt man in der täglichen Praxis nie.“

Denise Frommeyer

Mutmaßlicher Maskenverweigerer erschießt zwei Menschen in Moskau

13:58
07.12.2021
Bei einem Streit ums Maskentragen zum Schutz vor dem Coronavirus hat in Moskau ein Mann eine Pistole gezogen und mindestens zwei Menschen erschossen. Drei weitere Leute seien verletzt worden, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Dienstag mit. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen; der 45-Jährige werde psychologisch untersucht, hieß es.

Sobjanin sprach von einer „Tragödie“. Schauplatz war eines der sogenannten Multifunktionszentren im Südosten der russischen Hauptstadt, wo Bürger ihre persönlichen Dokumente beantragen und bearbeiten lassen können. Der Verdächtige soll sich trotz Aufforderung des Personals geweigert haben, einen Mund- und Nasenschutz aufzusetzen. Dann habe er die Pistole gezogen und geschossen.

Unter den Verletzten sei auch ein zehn Jahre altes Mädchen, teilte das Innenministerium mit. Sobjanin sagte, dass die Ärzte alles unternähmen, um die Verletzten zu behandeln. Den Familien der Getöteten sprach das Oberhaupt der größten Stadt Europas sein Beileid aus.

In Russland hatte es zuletzt mehrfach Zwischenfälle auch mit Protesten von Gegnern der Hygienevorschriften in der Corona-Pandemie gegeben. Im November vorigen Jahres hatte ein Maskenverweigerer in St. Petersburg einen Busreisenden erstochen, nachdem der auf die Pflicht zum Tragen des Mund- und Nasenschutzes hingewiesen hatte.

Denise Frommeyer

WHO Europa: Kampf gegen Delta nützt auch gegen Omikron

13:51
07.12.2021
Jeder zehnte Europäer wird nach Angaben des Europa-Büros der Weltgesundheitsorganisation WHO bis Ende dieser Woche eine nachgewiesene Corona-Infektion hinter sich haben. Das sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Dienstag auf einer aus Kopenhagen übertragenen Online-Pressekonferenz. Die Neuinfektions- und Todesfallzahlen hätten sich in den vergangenen zwei Monaten mehr als verdoppelt. Zugleich bleibe die Zahl der Todesfälle deutlich unter vorherigen Höchstständen, unterstrich Kluge. Ohne die Impfungen gegen Covid-19 wäre die Sterblichkeit erheblich schlimmer gewesen.

Die WHO zählt 53 Länder zur Region Europa, darunter neben der EU auch weiter östlich gelegene Staaten wie Russland, die Ukraine und Türkei. Den jüngsten WHO-Zahlen zufolge sind fast 90 Millionen Infektionen in dieser Region nachgewiesen worden, es gab fast 1,6 Millionen damit in Verbindung stehende Todesfälle. Die Zahl der Neuinfektionen steigt laut Kluge in allen Altersgruppen, während die höchsten Zahlen derzeit in der Gruppe der Fünf- bis 14-Jährigen beobachtet werden.

Kluge berichtete, dass es bis Montag 432 bestätigte Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus in insgesamt 21 Mitgliedstaaten der Region gegeben habe. „Omikron ist in Sicht und auf dem Vormarsch, und wir sind zurecht besorgt und vorsichtig“, sagte der Belgier. Das jetzige Problem sei jedoch die weiterhin dominierende Delta-Variante.

„Wie wir heute gegen Delta erfolgreich sind, ist ein Sieg über Omikron morgen“, sagte Kluge. Es gehe jetzt vor allem darum, die Lage in der Pandemie zu stabilisieren - und dies bedeute, nicht nur gegen eine Variante, sondern gegen alle Varianten auf einmal vorzugehen. Impfraten müssten gesteigert, Auffrischdosen verabreicht werden. Mehr Masken müssten in Innenräumen getragen, Räume gelüftet werden. Kluge wies zugleich darauf hin, dass Pflichtimpfungen nur „ein absoluter letzter Ausweg“ seien, wenn alle machbaren Optionen zur Verbesserung der Impfzahlen ausgeschöpft seien.

Denise Frommeyer