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20211207115054

Luca-Anwender können Impfstatus mit Gesundheitsämtern teilen

09:33
07.12.2021
Die Nutzerinnen und Nutzer der Luca-App können künftig freiwillig ihren eigenen Impfstatus mit ihrem zuständigen Gesundheitsamt teilen. Mit einer neuen Version wird die Anwendung gleichzeitig um eine verschlüsselte Chat-Funktion erweitert, über die personalisierte Direkt-Nachrichten zwischen Gesundheitsämtern und den Anwendern ausgetauscht werden können. Diese Funktion „Luca Connect“ soll noch im Dezember aktiviert werden, kündigte Patrick Hennig, Geschäftsführer der Culture4Life GmbH, am Dienstag in Berlin an. Bei der Chat-Funktion setzen die Luca-Macher auf die Verschlüsselungstechnik, die auch beim Messengerdienst Signal verwendet wird.

Die Luca-App will die Zettelwirtschaft ersetzen, die bei einer analogen Erfassung der Besuche von Restaurants, Ausstellungen und anderen Events entsteht. Die Anwendung wird allerdings seit Monaten von Datenschutz-Aktivisten und etlichen Sicherheitsforschern scharf kritisiert. Sie stören sich unter anderen an der zentralen Datenspeicherung und halten die App für unwirksam. Luca widerspricht diesen Vorwürfen und verweist auf sein Verschlüsselungskonzept, das unter anderem mit Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC) entwickelt worden sei.

Luca-Kritiker wie der Chaos Computer Club fordern die Bundesländer auf, die Verträge nicht zu verlängern und stattdessen auf die Corona-Warn-App (CWA) des Bundes zu setzen. Bei der anonymen Kontakterfassung mit der CWA sind allerdings die Gesundheitsämter nicht involviert. Befürworter wie die Gesundheitsämter in Hamburg und Nürnberg sehen dagegen in der Luca-App eine sinnvolle Ergänzung zur CWA.

Denise Frommeyer

Verkehrsgerichtstag wegen Corona in den Sommer verschoben

09:22
07.12.2021
 Der Verkehrsgerichtstag im niedersächsischen Goslar wird in den Sommer verschoben. Das eigentlich für Januar 2022 geplante Expertentreffen werde im August stattfinden, teilte der Verein nach einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung vom Montag mit. Eine Durchführung in Präsenz in Goslar werde als zu riskant eingeschätzt, wird der Vereinspräsident Ansgar Staudinger in der Mitteilung zitiert.

„Durch eine Verlegung in den Sommer besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass wir in gewohnter Weise mit acht Arbeitskreisen vor Ort tagen können“, sagte Staudinger. Seit vielen Jahren kommen jeweils Ende Januar in Goslar bis zu 2000 Experten zum Deutschen Verkehrsgerichtstag zusammen. Richter, Staats- und Rechtsanwälte, Wissenschaftler und Politiker diskutieren dabei mit Spezialisten von Automobilclubs, Ministerien, Behörden, Unternehmen und Verbänden.

Schon in diesem Jahr hatte der Gerichtstag pandemiebedingt nur in einem abgespeckten Rahmen stattfinden können. Für 2023 hoffen die Veranstalter wieder im üblichen Format tagen zu können.

Patrick Reichelt