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Lauterbach: „Werden Kampf mit der Pandemie gewinnen“

09:52
06.12.2021
Der künftige Bundesgesundheitsminister, Karl Lauterbach, hat sich optimistisch gezeigt, dass die Corona-Pandemie überwunden werden kann. Sie werde länger dauern, als viele dächten, sagte der SPD-Politiker am Montag in Berlin, nachdem er vom designierten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) als künftiger Gesundheitsminister vorgestellt wurde. „Wir werden das aber schaffen. Impfen wird die zentrale Rolle spielen, aber nicht nur (...) Wir werden den Kampf mit der Pandemie gewinnen“, sagte der 58-jährige Nordrhein-Westfale.

Lauterbach kündigte an, darüber hinaus das Gesundheitssystem zu stärken und robuster zu machen. „Mit uns wird es keine Leistungskürzungen im Gesundheitswesen geben.“ Für weitere Pandemien werde man besser gerüstet sein.

Der Bundestagsabgeordnete bedankte sich mit Blick auf sein zukünftiges Amt für das Vertrauen seiner Partei und für die „vielen zustimmenden Worte“, die er aus der Bevölkerung erhalten habe.
Scholz sagte bei der Vorstellung Lauterbachs: Die Pandemie sei noch lange nicht vorbei. „Und deshalb haben sich, anders kann man das gar nicht sagen, bestimmt die meisten Bürgerinnen und Bürger dieses Landes gewünscht, dass der nächste Gesundheitsminister vom Fach ist, es wirklich gut kann und dass er Karl Lauterbach heißt. Er wird es.“

Patrick Reichelt

Forscher: Mehr Bedarf an Medienkompetenz durch Corona-Pandemie

09:21
06.12.2021
Der Bedarf an einem kompetenten Umgang mit Informationen hat nach Einschätzung des Medienforschers Georg Materna während der Corona-Pandemie zugenommen. "Wichtig wäre, sowohl Journalisten als auch Rezipienten zu befähigen, die neue mediale Gemengelage kritisch einzuordnen", sagte er in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Wer etwa politische Provokationen aufgreife, mache diese bekannter "und verändert auch damit den Diskurs", so der Forscher vom JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis in München.

Zuletzt hätten manche gesellschaftlichen Konflikte eine größere Reichweite bekommen, weil sie in den Sozialen Medien sichtbar würden, erklärte Materna. Bei Facebook, Twitter und Co. handle es sich um "wichtige Sozialräume". Mit ihren vielseitigen Möglichkeiten zur Interaktion seien die Plattformen "ideal, um Botschaften zu verbreiten und für die eigene Sache zu mobilisieren - auch für Populisten".

Zugleich warnte der Experte davor, allzu rasch von Radikalisierung auszugehen. "Dass jemand eine andere, vielleicht sogar irritierende Meinung vertritt, ist noch keine Radikalisierung." Auch Proteste und Provokationen müssten möglich sein, betonte Materna. "Problematisch wird es dann, wenn Abwertung und antipluralistische Haltungen geäußert werden und sich damit ein undifferenziertes Freund-Feind-Denken dauerhaft verhärtet."

Patrick Reichelt