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20211206154038

RKI registriert 42.055 Neuinfektionen, Inzidenz bei 439,2

07:11
05.12.2021
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist wieder leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 439,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 442,7 gelegen, vor einer Woche bei 446,7 (Vormonat: 169,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 42 055 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.47 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 44 401 Ansteckungen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher. Auch dem RKI fällt die Beurteilung der Lage schwer.

Jean-Pierre Fellmer

Kapitel

Samstag, 4. Dezember

Das war am Samstag, 4. Dezember, wichtig:

19:16
04.12.2021
Bremen und Niedersachsen:
  • Im Land Bremen ist die Sieben-Tages-Inzidenz an diesem Samstag auf 201,9 gesunken, am Freitag lag sie noch bei 203,8, gelegen. Das teilte das Gesundheitsressort mit. Die Hospitalisierungsinzidenz in der Stadt Bremen liegt bei 3,88, in Bremerhaven bei 5,28, es gilt jeweils Warnstufe 2.
  • Auch in Niedersachsen haben sich die Werte zur Beschreibung der Corona-Lage leicht verbessert. Die Hospitalisierungsinzidenz ging weiter zurück. Am Samstag lag der Wert bei 6,7 nach 7,0 am Vortag, wie die Landesregierung mitteilte.
  • Angesichts teils langer Warteschlangen für Corona-Tests fordert der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund, die Testkapazitäten im Land zügig auszubauen. Aus allen Landesteilen erreichten den kommunalen Spitzenverband zuletzt Berichte über „unhaltbare, teils chaotische Zustände“, sagte Geschäftsführer Oliver Kamlage.
  • Nach zuletzt stark steigenden Zahlen hat das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen nun einen Rückgang der bearbeiteten Fälle im Zusammenhang mit gefälschten Impfpässen verzeichnet. Die Zahlen sanken im November im Vergleich zum Oktober um etwa elf Prozent, wie das LKA mitteilte. 

Deutschland und Welt:

  • Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 442,7 an.
  • Die Städte fordern für die Durchsetzung der schärferen Corona-Vorgaben zusätzliche Hilfe der Polizei. „Bund und Länder haben strenge Kontrollen der Maßnahmen verabredet, aber offengelassen, wie diese funktionieren können“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy.
  • Gegner der Corona-Politik haben am Freitagabend vor dem Wohnhaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) protestiert. Das teilte eine Sprecherin der Polizei am Samstagmorgen mit. Ihren Angaben zufolge versammelten sich etwa 30 Menschen laut rufend mit Fackeln und Plakaten vor dem Haus in Grimma. Zudem gab es am Samstag Demonstrationen gegen die Corona-Politik in weiteren Städten wie Hannover oder Berlin.
  • Die Zahl der Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus in England hat sich mehr als verdoppelt. Im größten britischen Landesteil seien 75 weitere Fälle mit der Variante B.1.1.529 festgestellt worden, teilte die Gesundheitsbehörde Health Security Agency (UKHSA) mit. Damit seien in England nun 104 Omikron-Fälle bekannt.
  • Die Pläne zur Verlängerung des deutschen Corona-Hilfsfonds um ein halbes Jahr werden konkreter. Die Bundestagsfraktionen von SPD, Grünen und FDP planen, den Fonds bis zum 30. Juni auszudehnen, wie aus einem Gesetzentwurf hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Bislang sind die Hilfen bis zum 31. Dezember möglich.

Jean-Pierre Fellmer