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RKI registriert 73 209 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 439,2

05:05
02.12.2021
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist zum dritten Mal in Folge leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 439,2 an. Am Montag war ein Höchstwert von 452,4 erreicht worden, am Dienstag hatte der Wert bei 452,2 gelegen, am Mittwoch bei 442,9. Im Vormonat hatte der Wert bei 154,5 gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 73 209 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.51 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 75 961 Ansteckungen gewesen.

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist dabei zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 388 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 351 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5 977 208 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 5,61 an (Dienstag: mit 5,73). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.

Patrick Reichelt

Kapitel

Mittwoch, 1. Dezember

Was am Mittwoch, 1. Dezember, wichtig war:

21:10
01.12.2021
Bremen und Niedersachsen:
  •  In Niedersachsen gibt es einen weiteren Verdachtsfall der Omikron-Variante des Coronavirus. Bei einer Frau aus dem Landkreis Wolfenbüttel bestehe der Verdacht, dass sie mit dieser Variante infiziert sein könnte, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch in Hannover mit. Zuvor hatte sich die Frau demnach in Südafrika aufgehalten.
  • Die Zahl der mit Corona infizierten Schülerinnen und Schülern in Niedersachsen und Bremen ist weiter gestiegen. Wie die Kultusministerkonferenz (KMK) am Mittwoch bekannt gab, waren in der vergangenen Woche in Niedersachsen den Schulen 2928 infizierte Schüler den Schulen bekannt. Eine Woche zuvor lag die Zahl noch bei 2013 Schülerinnen und Schülern. Im Land Bremen waren es vergangene Woche 305 Schüler, eine Woche zuvor 208.
  • Das Gesundheitsamt Bremen hat am Mittwoch 233 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Sieben-Tages-Inzidenz ist mit 227,5 in etwa gleich geblieben. Ein weiterer Mensch ist an oder mit dem Coronavirus gestorben. Die Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 5,12, was weiterhin die Warnstufe 2 in der Hansestadt bedeutet.

Deutschland und Welt:

  • Die USA wollen nach Medienberichten ihre Regeln zur Vorlage von Corona-Tests bei der Einreise wegen der neuen Omikron-Variante verschärfen. Demnach darf ein Negativ-Test nach Vorstellungen der nationalen Gesundheitsbehörde CDC künftig höchstens 24 Stunden vor der Abreise in die USA gemacht worden sein. Bislang gilt eine Frist von drei Tagen. Zudem soll es möglicherweise Vorschriften zu verpflichtenden Tests und einer Zeit der Selbst-Isolierung nach der Einreise geben.
  • Einen Monat nach Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht kehrt Nordrhein-Westfalen wieder um: Schüler müssen bereits ab diesem Donnerstag wieder eine Corona-Schutzmaske an ihrem Sitzplatz tragen. 
  • Die italienische Arzneimittelagentur Aifa hat den Corona-Impfstoff von Pfizer/Biontech für Kinder zwischen fünf und elf Jahren genehmigt. Sie erhielten ein Drittel der Dosis, die für Jugendliche und Erwachsene vorgesehen sei, teilte die Behörde am späten Mittwochabend mit.

Jean-Pierre Fellmer