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Einzelhandel fürchtet wegen 2G-Regel Schlangen und Umsatzeinbußen

09:03
01.12.2021
Der Hamburger Einzelhandel rechnet wegen der ab Samstag geltenden 2G-Regel in der Hansestadt mit Schlangen vor den Geschäften und ausbleibender Kundschaft. „Die Kontrolle der Impfnachweise ist aufwendig, und wir befürchten, dass sich vor den Geschäften Schlangen bilden“, sagte die Hamburger Geschäftsführerin des Handelsverbandes Nord, Brigitte Nolte, der Deutschen Presse-Agentur. „Die Menschen werden durch diese Entscheidung bewusst davon abgehalten, die Geschäfte aufzusuchen, und der Handel muss mit großen Umsatzeinbußen rechnen.“ Für den Weihnachtsendspurt bedeute das einen weiteren Schub für den Onlinehandel. Bereits in der vorigen Weihnachtssaison hatte der damalige Lockdown dem ohnehin boomenden Internetgeschäft zulasten des Handels vor Ort Auftrieb gegeben.

Der Senat hatte angesichts steigender Corona-Zahlen die Regeln zur Eindämmung der Pandemie verschärft und sperrt faktisch Ungeimpfte von Samstag an vom Einzelhandel aus. Sie können dann nur noch in Geschäften des täglichen Bedarfs einkaufen. „Es wird verpflichtend 2G im Einzelhandel eingeführt werden“, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer. Finanzsenator Andreas Dressel sicherte den Geschäftsleuten Unterstützung zu: „Die Hilfen gehen weiter.“ Keiner müsse die Sorge haben, dass man in der vierten Corona-Welle alleingelassen werde. Aus Sicht des Handelsverbandes können die Unternehmenshilfen indes die erwarteten Verluste nicht auffangen.

Jean-Pierre Fellmer

Stiko-Chef Mertens: Tests entdecken auch Omikron-Variante

07:48
01.12.2021
Die neue Coronavirus-Variante Omikron kann nach den Worten des Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, mit den allgemein verwendeten PCR- und Antigentests entdeckt werden. Das sei eine „sehr gute Nachricht“, sagte Mertens der „Schwäbischen Zeitung“ (Mittwoch). Für die Omikron-Variante gibt es bereits erste Nachweise in Deutschland.

Auf die Frage, was bisher über die neue Variante bekannt sei, sagte Mertens, es seien Beobachtungsstudien nötig. Es solle dabei herausgefunden werden, „wie die Krankheitsverläufe zum Beispiel bei älteren und vorerkrankten Menschen sind“. Er fügte hinzu: „Es wird etwas dauern, bis hier Klarheit besteht.“ 

Jean-Pierre Fellmer