Letztes Update:
20211130082407

Handel bezeichnet kompletten Lockdown als „Horrorvorstellung“

08:01
30.11.2021
Vor der Bund-Länder-Runde zur vierten Corona-Welle warnt der Handel in Niedersachsen vor zu harten und pauschalen Maßnahmen. „Vor allem ein kompletter Lockdown ist für den Handel in Niedersachsen eine Horrorvorstellung“, sagte Mark Alexander Krack, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Niedersachsen-Bremen, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag).

Für Krack gilt es, eine bundesweite, pauschale Schließung des Handels zu vermeiden. Vielmehr sollten an die jeweilige Inzidenz- und Hospitalisierungsrate geknüpft regionale Maßnahmen ergriffen werden. An diesem Dienstag wollen die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder telefonisch über die Krise beraten.

Der Handelsverband verwies darauf, dass schon das erste Adventswochenende in einigen Innenstädten deutlich schlechter verlaufen sei als im ersten Pandemie-Jahr. „Das gibt zu denken und lässt nicht auf ein gutes Weihnachtsgeschäft hoffen“, sagte Krack.

Jean-Pierre Fellmer

Rund 1400 Menschen protestieren im Nordosten gegen Corona-Maßnahmen

07:34
30.11.2021
In mehreren Städten in Mecklenburg und Vorpommern haben insgesamt rund 1400 Menschen gegen weitere Maßnahmen in der Corona-Pandemie demonstriert. Trotz strenger Auflagen gab es am Montagabend Kundgebungen in Rostock und Greifswald sowie einen Protestzug in Neubrandenburg, wie Polizeisprecher am Dienstag erklärten. Die meisten Teilnehmer - rund 890 - gab es in Rostock am Stadthafen, wo die sogenannte Querdenker-Bewegung zum Protest aufgerufen hatte.

In Greifswald wurden 290 Protestierende und in Neubrandenburg 250 Teilnehmer gezählt. Ein Motto der Mahnwache in Greifswald hieß „Für echte Impffreiheit“. In Neubrandenburg zogen die Teilnehmer vom Markt rund vier Kilometer durch die Südstadt und zurück.

Im Nordosten lag die Inzidenz am Montag bei 402 Infektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Der Wochen-Wert der Hospitalisierung lag bei 9,9.

Jean-Pierre Fellmer