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20211129134837

Ministerpräsidenten beraten mit Merkel und Scholz über Corona-Krise

13:48
29.11.2021
Die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder wollen an diesem Dienstag mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem wohl künftigen Kanzler Olaf Scholz (SPD) über die Corona-Krise beraten. Bei der für 13 Uhr angesetzten telefonischen Abstimmung solle die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur sogenannten Bundesnotbremse besprochen werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Regierungskreisen. Die „Welt“ hatte zuerst darüber berichtet.

Die Karlsruher Richter wollen sich am Dienstagmorgen zu Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sowie Schulschließungen unter der Corona-Bundesnotbremse äußern. Die Notbremse musste bundeseinheitlich automatisch gezogen werden, wenn die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz über mehrere Tage die 100 überschritt.

Aus der geplanten Ampel-Koalition hatte es zuletzt geheißen, vor einer möglichen Verschärfung des Corona-Kurses sollten die Karlsruher Entscheidungen abgewartet werden. Der Handlungsdruck wächst wegen ständig wachsender Infektionszahlen und der neuen Omikron-Variante. Außerdem soll im Kanzleramt ein Krisenstab für eine Beschleunigung der Impfkampagne eingesetzt werden.  

dpa

Mehr Bundeswehrsoldaten im Corona-Einsatz in Niedersachsen

13:06
29.11.2021
Immer mehr Gesundheitseinrichtungen in Niedersachsen greifen wieder auf Amtshilfe der Bundeswehr zurück bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. 152 Soldaten und Soldatinnen waren am Montag nach Angaben des Landeskommandos im Einsatz. Das waren etwa drei Mal so viele wie noch vergangene Woche. Zugleich seien schon 24 weitere Anträge auf Hilfe durch das Militär eingegangen.

Allein 114 Bundeswehrangehörige arbeiten in der Kontaktnachverfolgung der Gesundheitsämter. Im Gesundheitsamt des Landkreises Celle waren am Montag drei Soldatinnen und zwei Soldaten vom Panzergrenadierlehrbataillon 92 aus Munster im Einsatz. Sie gehörten zum Fernmeldezug ihrer Kompanie, sagte der Oberstabsgefreite Roman Ringel.

„Wir telefonieren die möglichen Kontaktpersonen von Infizierten ab“, berichtete er. Wenn dies nötig sei, verhängten die Soldaten auch mündlich eine Quarantäne, die aber noch durch ein offizielles Schreiben des Gesundheitsamtes bestätigt werden müsse. Es sei anders als der Militärdienst, aber er habe bei dieser Aufgabe das Gefühl, „als Uniformträger etwas für Volk und Vaterland zu leisten“, sagte der 29-Jährige.

Jean-Pierre Fellmer

Biontech arbeitet an Impfstoff-Anpassung - „Keine Zeit verlieren“

12:09
29.11.2021
Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech arbeitet neben laufenden Labortests zur Untersuchung der neuen Corona-Variante Omikron auch an der Entwicklung eines angepassten Impfstoffs - vorbeugend für den Fall, dass dieser notwendig werden könnte. „Um keine Zeit zu verlieren, gehen wir diese beiden Aufgaben parallel an, bis die Daten vorliegen und wir mehr Informationen darüber haben, ob der Impfstoff angepasst werden sollte oder nicht“, teilte eine Biontech-Sprecherin am Montag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die beiden Arbeitsgänge überschneiden sich den Aufgaben zufolge teilweise. Als Beispiel wurde der Bauplan des Spike-Proteins für die Labortests mit dem Pseudovirus genannt, mit dem die Experimente durchgeführt werden. In den Labortests werden dabei Sera von Geimpften mit dem Spike-Protein der Variante konfrontiert. „Die Sera enthalten die Antikörper, die wir nach der Impfung haben“, erklärte die Biontech-Sprecherin. Es werde dann darauf geschaut, wie gut sie das neue Spike-Protein neutralisieren, also unschädlich machen.

Jean-Pierre Fellmer