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Niederlande: Viele Corona-Fälle bei ankommenden Südafrika-Reisenden

02:14
27.11.2021
Dutzende aus Südafrika in Amsterdam gelandete Passagiere sind nach Einschätzung niederländischer Behörden mit dem Coronavirus infiziert. Es sei allerdings noch nicht geklärt, ob es sich dabei um die neue Virusvariante B.1.1.529 handele, zitierte die Zeitung „De Telegraaf“ in der Nacht zu Samstag die Gesundheitsbehörden. Das sollten Folgeuntersuchungen des Erasmus Medical Centre in Rotterdam zeigen. Am Freitagvormittag waren zwei Flugzeuge der Gesellschaft KLM mit rund 600 Menschen an Bord auf dem Airport Schipohl gelandet. Die Maschinen waren in Kapstadt und Johannesburg gestartet.

Ein Sprecher des Gesundheitsamts sagte der Zeitung zufolge, es lägen mittlerweile 110 Ergebnisse vor. Davon seien 15 Ergebnisse positiv und 95 Ergebnisse negativ. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse werde eine Rate von 13,6 Prozent angenommen. Das bedeute, dass man mit 85 positiven Fällen rechnen müsse.

Die infizierten Personen würden in einem bewachten Isolationshotel untergebracht, hieß es weiter. Wer ein negatives Testergebnis erhalte, dürfe den Flughafen verlassen, müsse aber fünf Tage lang in häusliche Quarantäne und sich nach fünf Tagen erneut testen lassen. Reisende mit einem positiven Testergebnis würden mindestens sieben Tage in dem Hotel bleiben, wenn sie Beschwerden hätten, und fünf Tage, wenn sie keine Beschwerden hätten.

Wie andere Länder auch hatten die Niederlande wegen des Aufkommens der neuen Virusvariante ein Landeverbot für Flüge aus dem südlichen Afrika verhängt. Dieses galt ab Freitag, 12 Uhr. Passagiere, die aus der Region noch unterwegs waren, mussten sich nach Ankunft auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol testen lassen und anschließend in Quarantäne begeben. 

Bastian Angenendt

Das war am Freitag, 26. November, wichtig:

21:17
26.11.2021
Bremen und Niedersachsen:
  • Die Gesundheitsämter im Land Bremen haben 266 neue Corona-Fälle im Land Bremen gemeldet (Stand: 14 Uhr, Änderungen zum Vortag).
  • Impfteams und niedergelassene Ärzte in Niedersachsen bekommen in der kommenden Woche weniger Corona-Impfstoff als bislang angenommen. Das Gesundheitsministerium erhalte seit Freitagvormittag aus allen Landesteilen entsprechende Nachrichten, sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) in einer Mitteilung. 
  • Nach der Verlegung von ersten Corona-Erkrankten aus Thüringen nach Niedersachsen werden weitere Transporte aus anderen Bundesländern geplant. Zunächst sollen 25 Covid-Patienten aus Bayern und Sachsen nach Norddeutschland gebracht werden, wie das niedersächsische Innenministerium am Freitag mitteilte.

Deutschland und Welt:

  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die neue Corona-Variante B.1.1.529 als „besorgniserregend“ eingestuft. Die Bundesregierung ist besorgt, dass die Corona-Impfstoffe gegen die in Südafrika neu entdeckte Virusvariante weniger wirksam sein könnten. 
  • Angesichts schnell steigender Infektions- und Patientenzahlen verhängen die Niederlande einen abendlichen Lockdown. Geschäfte, Kulturstätten, Gaststätten und Sportclubs müssen täglich bereits um 17 Uhr schließen.
  • Belgien hat einen ersten Fall mit der neuen, zunächst im südlichen Afrika festgestellten Corona-Variante B.1.1.529 registriert. Das gab der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke bei einer Pressekonferenz am Freitag bekannt.

Jean-Pierre Fellmer