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20211122142729

Landkreise: Schließung der Impfzentren war „politischer Unsinn“

09:28
20.11.2021
Der Niedersächsische Landkreistag (NLT) hat die Schließung der Impfzentren vor knapp zwei Monaten als Fehlentscheidung kritisiert. Die aktuelle Situation verdeutliche den „politischen Unsinn“, die Impfzentren zum 30. September dieses Jahres abzuwickeln, sagte NLT-Hauptgeschäftsführer Hubert Meyer der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Es ist keine Überraschung, dass die Infektionszahlen in der kalten Jahreszeit nach oben schnellen.“

Bund und Länder hatten damals vereinbart, die zum Impfstart eingerichteten zeitweise mehr als 400 regionalen Impfzentren in Deutschland zum 30. September zu schließen oder die Kapazitäten zurückzufahren.

Jetzt seien die Mobilen Impfteams der Landkreise und der Region Hannover nicht nur wichtig, um Impfskeptiker noch zu erreichen, betonte Meyer. „Sie sind auch unverzichtbar, weil allein in den Monaten Januar und Februar 2022 drei Millionen Booster-Impfungen in Niedersachsen anstehen. In der Praxis ist nicht die Finanzierung der Impfteams das Problem, sondern wiederum höchst kurzfristig qualifiziertes Personal zu gewinnen.“

Patrick Reichelt

RKI-Chef: Auch fünfte Corona-Welle bei zu wenig Impfungen möglich

05:47
20.11.2021
Bei unzureichender Impfquote könnte die wellenartige Corona-Ausbreitung laut dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts (RKI) nach der vierten Welle weitergehen. „Wenn das Verringern der Kontakte und das Impfen nicht intensiv gelingt, werden wir nach den jetzigen Modellierungen auch noch eine fünfte Welle bekommen“, sagte Lothar Wieler der Deutschen Presse-Agentur. Es sei bitter, dass sich bisher nicht mehr Menschen für diesen eigentlich leichten Schritt entschieden hätten. „Der weitere Verlauf des Winters hängt stark davon ab, was jetzt geschieht“, sagte Wieler. Es gelte, flächendeckend in Deutschland Kontakte zu reduzieren und die Impfaktivitäten massiv zu steigern.

Bastian Angenendt

Patientenschützer wirft Spahn Behinderung der Boosterkampagne vor

03:50
20.11.2021
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgeworfen, in der Corona-Krise das geplante Hochfahren der Auffrischungsimpfungen zu behindern. Hintergrund ist eine Ankündigung des Spahn-Ministeriums, dass die sogenannten Booster-Impfungen verstärkt mit dem Impfstoff von Moderna anstelle von Biontech vorgenommen werden sollen.

„Während die amtierende Bundeskanzlerin, die Regierungschefs der Länder und der Bundestag die große Boosteroffensive ausrufen, torpediert Jens Spahn das Vorhaben“, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. „Denn offensichtlich gibt es nicht genügend frei wählbare Vakzine für die impfwilligen Menschen. Praktisch wird das Angebot ausgebremst.“

Bastian Angenendt