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20211118172850

Bund und Länder vereinbaren Schwellen für härtere Corona-Maßnahmen

17:27
18.11.2021
Bei Überschreiten bestimmter Belastungsschwellen in den Kliniken sollen nach dem Willen von Bund und Ländern einheitlich schärfere Corona-Maßnahmen greifen. Die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten vereinbarten dafür am Donnerstag drei Stufen mit jeweils weitergehenden Beschränkungen, wie Merkel im Anschluss sagte.

Orientierungsgröße soll dem Beschluss zufolge die für das jeweilige Bundesland ausgewiesene Hospitalisierungsrate sein. Dafür erfasst das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete Krankenhausaufnahmen von Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner in einem Sieben-Tage-Zeitraum.

Konkret sollen die Länder bei Überschreiten eines Schwellenwertes von 3 flächendeckende Zugangsregeln nur für Geimpfte und Genesene (2G) etwa zu Veranstaltungen und der Gastronomie einführen - sofern nicht schon geschehen. Bei Überschreiten eines Werts von 6 sollen die Länder darüber hinausgehend in bestimmten Einrichtungen auch für Geimpfte und Genesene zusätzlich Testnachweise oder andere Maßnahmen vorschreiben (2G plus).

Spätestens bei Überschreiten des Schwellenwerts von 9 sollen die Länder dann von weitergehenden Beschränkungen Gebrauch machen. Dies zielt auf eine vom Bundestag beschlossene Klausel: Nach einem entsprechenden Landtagsbeschluss sollen die Länder auch härtere Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen oder Einschränkungen und Verbote von Veranstaltungen verhängen können.

Saskia Hassink

Länder halten Impfpflicht in Pflege und Kliniken für erforderlich

17:17
18.11.2021
Die Länder fordern eine Impfpflicht gegen Corona „einrichtungsbezogen“ für Personal in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und bei mobilen Pflegediensten, wenn Kontakt zu besonders gefährdeten Personen besteht. Darauf einigten sich die Regierungschefs am Donnerstag bei Beratungen mit dem Bund, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Eine abschließende Einigung auf ein Beschlusspapier gab es noch nicht. Auch Personal von Einrichtungen der Eingliederungshilfe soll unter die Impfpflicht fallen. Die Länder bitten den Bund, die Impfpflicht „schnellstmöglich umzusetzen“.

Saskia Hassink

Kreise: Länder wollen Kontrolldichte bei Corona-Maßnahmen erhöhen

16:22
18.11.2021
Die Länder wollen die Kontrolldichte bei Corona-Schutzmaßnahmen erhöhen. Darauf einigten sich die Regierungschefs am Donnerstag bei Beratungen mit dem Bund, wiees aus Teilnehmerkreisen heißt. Eine abschließende Einigung auf ein Beschlusspapier gab es noch nicht.

In einer Vorlage hieß es, Schutzmaßnahmen könnten nur dann ihre volle Wirkung entfalten, wenn sie verlässlich eingehalten werden. Dies erfordere eine strikte Kontrolle, etwa von Impf-, Genesenen- oder Testnachweisen, bei entsprechenden Zugangsbeschränkungen. In der Verantwortung stünden Veranstalter und Betreiber von Einrichtungen, da nachlässige Kontrollen die Ansteckungsgefahr erhöhten und die Verbreitung des Virus begünstigten. Die Länder würden deshalb den Bußgeldrahmen ausschöpfen, die Kontrolldichte erhöhen und Verstöße entschieden sanktionieren.

Saskia Hassink

Hohe Nachfrage: Bremen will Impfangebot ausweiten

16:17
18.11.2021
Weil die Nachfrage nach Corona-Impfungen in Bremen in den vergangenen Tage deutlich gestiegen ist, will das Land Bremen die Impfkapazitäten ausweiten. Das teilte das Gesundheitsressort mit. "Die aktuell bestehenden Impfstellen Bremen-Nord, Bremen-West und Bremen-Ost sind aktuell beinahe vollständig ausgebucht, es gibt nur noch wenige Termine bis Ende des Jahres", heißt es in einer Mitteilung. 

"Die Auffrischungsimpfungen sind aktuell ein wichtiges Instrument, um der vierten Welle etwas entgegenzusetzen", erklärte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard. So sollen in der kommenden Woche eine weitere Impfstelle mit 14.000 möglichen Impfungen im Monat sowie Anfang Dezember die Impfstelle Bremen-Süd mit 10.000 Impfungen pro Monat geöffnet werden.

"Gleichzeitig planen wir gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern aus Hilfsorganisationen und Wirtschaft auch eine weitere Ausweitung der Kapazitäten", sagte Bernhard. 

Saskia Hassink