Die Bremer Bürgerschaftsfraktion der SPD hat sich am Montag für eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen ausgesprochen. In einem Positionspapier nennen die Sozialdemokraten die Ausweitung der 2G-Regel, eine bundesweite Impflicht für bestimmte Berufsgruppen sowie eine Überprüfung der geltenden Schwellenwerte.
Bremen verzeichne deutschlandweit zwar nach wie vor die höchste Impfquote, doch auch hier stiegen die Zahlen deutlich an, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Mustafa Güngör. Um eine weitere Zunahme zu verhindern, sei es notwendig, „der Welle entschieden entgegenzutreten“.
Vor diesem Hintergrund hält die SPD-Bürgerschaftsfraktion die Ausweitung von 2G-Modellen (geimpft oder genesen) insbesondere bei Großveranstaltungen und bei Indoor-Freizeitveranstaltungen „für ein wichtiges und notwendiges Instrument der Pandemiebekämpfung“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Martin Günthner. In einer bundesweiten Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen – zum Beispiel für Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, Pflegekräfte oder medizinisches Personal – sieht die SPD-Fraktion einen weiteren wichtigen Baustein, um insbesondere Kinder und Jugendliche sowie vulnerable Gruppen zu schützen.
Im Hinblick auf die bevorstehenden Sitzungen von Bundestag, Bundesrat und der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten in dieser Woche hält die Fraktion eine Verständigung zwischen den Bundesländern und der Bundesregierung auf einheitliche Anwendungsstandards bei den Schutzkonzepten „für dringend geboten“, so Günthner. Falls dies nicht umfassend gelinge, sei es erforderlich, die Bremer Regelungen mit denen Niedersachsens abzustimmen. In diesem Zusammenhang solle der Senat dann auch die bisherigen Schwellenwerte in Bremen überprüfen und im Lichte der bisherigen Erfahrungen gegebenenfalls neu festsetzen.
Der Senat wird außerdem gebeten, Regelungen wie Masken- oder Impfpflicht auch für den öffentlichen Personennahverkehr in Erwägung zu ziehen. Für das verstärkte Impfen müssten zudem "deutliche Impfkampagnen und dezentrale Angebote" – gerade auch für die Drittimpfung sowie für Schülerinnen und Schüler – vorgehalten werden.