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„Spiegel“: Bundeswehr will 12.000 Soldaten wegen Corona mobilisieren

13:01
13.11.2021
Die Bundeswehr will nach einem Bericht des „Spiegels“ bis Weihnachten wegen der sich verschärfenden Corona-Lage 12.000 Soldaten zur Unterstützung von überlasteten Kliniken und Gesundheitsämtern mobilisieren. Uniformierte Helfer sollten auch für Booster-Impfungen und Schnelltests vor Pflegeheimen und Hospitälern bereitstehen. Generalleutnant Martin Schelleis, der als Inspekteur der Streitkräftebasis den Bundeswehr-Hilfseinsatz seit dem Beginn der Pandemie führe, habe am Freitag eine entsprechende Vorlage ans Verteidigungsministerium geschickt. Demnach sollen bis Ende November bereits 6000 uniformierte Helfer bereitstehen, bis zur Weihnachtszeit dann gut 12.000. Eine offizielle Bestätigung für den Bericht gab es auch dem Ministerium am Samstag nicht.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bereits vor einigen Tagen angewiesen, dass sich die Bundeswehr wieder auf eine verstärkte Corona-Amtshilfe vorbereitet.

Der „Spiegel“ schreibt, mehr als 10.000 Soldaten habe die Bundeswehr nur während der kritischen Phasen der Pandemie im Einsatz gehabt. Kramp-Karrenbauer werde wegen der Brisanz der Situation an diesem Donnerstag an den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten über Maßnahmen gegen die auf Rekordniveau liegenden Infektionszahlen teilnehmen. Spätestens ab der kommenden Woche rechne man mit Amtshilfeanträgen aus allen Bundesländern.

Saskia Hassink

Corona-Infektionsgeschehen in Niedersachsen weiter auf hohem Niveau

12:19
13.11.2021
Die Corona-Lage in Niedersachsen verschärft sich weiter, eine Warnstufe ist aber noch nicht erreicht. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen einer Woche je 100.000 Einwohner stieg nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von 113,7 am Vortag auf 118,4 am Samstag. Elf weitere Covid-19-Todesfälle meldete das RKI, die Gesamtzahl stieg damit auf 6164.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag nach Angaben der Landesregierung am Samstag bei 4,5 - nach 4,2 einen Tag zuvor. Der Wert steht für die Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in Kliniken pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Dieser Wert ist in Niedersachsen der wichtigste Indikator zur Bewertung der Pandemie-Lage. Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Niedersachsen waren am Samstag 6,3 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patienten belegt. Am Vortag hatte der Wert bei 6,0 Prozent gelegen.

Saskia Hassink