Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat am Donnerstag den traditionellen Empfang im Rathaus zum Karnevalsauftakt am 11.11. abgesagt. Der Grund dafür ist, dass sich der Karnevalsprinz Sven I. mit Corona infiziert hat. Das Kölner Dreigestirn, bestehend aus Prinz, Bauer und Jungfrau, hat deshalb alle Termine abgesagt.
Immerhin: Die normalerweise am 11.11. fällige Unterzeichnung des Sessionsvertrages wäre diesmal sowieso ausgefallen, weil das Dreigestirn im vergangenen Jahr gleich für zwei Sessionen unterschrieben hat. Wegen Corona bleibt das Dreigestirn ausnahmsweise für zwei Jahre im Amt.
Schade ist hingegen: Auch Gäste aus Israel und den USA hätten diesmal an dem Empfang teilgenommen. Es handelt sich um Nachfahren von Mitgliedern des Kleinen Kölner Klubs (KKK), dem einzigen jüdischen Karnevalsverein in Köln zur Zeit der Weimarer Republik. Einige der Mitglieder retteten sich nach 1933 vor den Nazis ins Ausland. Heute sehen sich die Kölschen Kippa Köpp in der Tradition des Kleinen Kölner Klubs.
Saskia Hassink