Die Corona-Lage in Niedersachsen bleibt weiter angespannt. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz stieg am Dienstag auf 4,0, wie das Land im Internet veröffentlichte. Der Wert gibt die Neuaufnahmen von Covid-19-Kranken in Kliniken pro 100 000 Einwohner während der vergangenen sieben Tage an. Am Vortag hatte der Wert bei 3,9 gelegen. Für Gesundheitsbehörden und Kommunen in Niedersachsen ist die Hospitalisierungsinzidenz der wichtigste Indikator zur Bewertung der Pandemie-Situation.
Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen einer Woche je 100 000 Einwohner sank von 104,7 auf 103,1. Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser waren am Dienstag 6 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten belegt. Am Vortag hatte der Wert bei 5,8 Prozent gelegen.
Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens eine der beiden anderen Maßzahlen (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten. So muss beim Leitindikator Hospitalisierung der Wert sechs überschritten werden, damit möglicherweise Warnstufe eins ausgerufen werden kann. Die Warnstufen werden teils vom Land, teils von den Kreisen beziehungsweise kreisfreien Städten ausgerufen. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweiligen Werte die Schwellen fünf Tage hintereinander übersteigen.