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US-Immunologe Fauci: „Nicht gedacht, dass Pandemie so schlimm wird“

11:14
20.10.2021
Der US-Immunologe und Präsidentenberater Anthony Fauci (80) ist eigenen Worten zufolge vom Ausmaß der Pandemie überrascht worden. Zwar habe er schon im Februar 2020 gewusst, dass da „viel Ärger“ bevorstehe, „aber es wurde noch schlimmer, als ich es je vorhergesagt hätte“, sagte Fauci am Dienstagabend bei einer Gala der New Yorker Historical Society. Dass in den USA mehr als 700 000 Menschen und weltweit mehrere Millionen nach einer Infektion mit dem Virus sterben würden, hätte er zu Beginn der Pandemie nicht gedacht. „In meinen verrücktesten und pessimistischsten Träumen hätte ich das niemals so vorhergesagt.“

Fauci wurde bei der Gala für seine Verdienste um das amerikanische Gesundheitswesen mit dem „History Maker Award“ ausgezeichnet. „Amerikas Arzt“ habe nicht erst während der Pandemie „Historisches“ geleistet, sagte die Vorsitzende des Museumskuratoriums, Pam Schafler zur Begründung. Fauci war per Livestream zugeschaltet, alle Gäste der Veranstaltung in dem Museum am Central Park in Manhattan mussten Impfungen und negative Corona-Tests vorweisen. Zu den Preisträgern früherer Jahre gehören unter anderem die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton und der einstige New Yorker Polizeichef William Bratton.

Jan-Felix Jasch

Stiko-Chef Mertens: Ende vieler Corona-Regeln Mitte 2022 möglich

10:32
20.10.2021
Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, geht davon aus, dass die meisten Corona-Einschränkungen Mitte des Jahres 2022 aufgehoben werden können. „Ich bin guter Hoffnung, dass wir Mitte des Jahres normal werden leben könnten“, sagte Mertens am Mittwoch am Rande des Bodensee Business Forums der „Schwäbischen Zeitung“ in Friedrichshafen. Das bedeute, „dass wir uns im alltäglichen Leben normal bewegen können“.

Voraussetzung dafür sei vor allem ein guter Schutz von Menschen mit einem hohen Risiko schwerer Covid-19-Erkrankungen, betonte der Virologe. „Das haben wir sehr gut erreicht in Deutschland. Es gibt bei uns kein Massensterben in dieser Gruppe.“ Vor allem die anfängliche Priorisierung von Risikogruppen bei der Corona-Impfung sei dabei „ein durchschlagender Erfolg“ gewesen.

Jan-Felix Jasch