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20210925150351

Corona-Schnelltests für Kitas verzögert an Kommunen ausgeliefert

10:45
25.09.2021
Erhebliche Verzögerungen hat es einem Zeitungsbericht zufolge wiederholt bei der Versorgung von Kommunen mit Corona-Schnelltests für Kita-Kinder gegeben. „Die Verzögerungen bei der Belieferung betreffen nahezu alle Landkreise und kreisfreien Städte in Niedersachsen“, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums in Hannover nach dem Bericht der „Oldenburgischen Volkszeitung“ und der „Münsterländischen Tageszeitung“ (Samstag). Der Lieferant habe die vereinbarten Lieferzeitpunkte nicht eingehalten, die Lieferungen seien mehrfach kurzfristig verschoben worden und die Schnelltests „deutlich verspätet“ im Zentrallager des Landes eingetroffen.

Zusätzlich seien wegen veränderter Packmaße mehr Fahrzeuge zur Auslieferung nötig gewesen, sagte die Sprecherin. Die Auslieferungen erfolgten grundsätzlich mit Unterstützung von Fahrern der Hilfsorganisationen, die aber „im Auslieferungszeitraum nicht immer in ausreichender Zahl zur Verfügung standen“. 

Jean-Pierre Fellmer

Britischer Corona-Experte: Mehrheit der Kinder wird sich anstecken

09:25
25.09.2021
Angesichts hoher Corona-Fallzahlen in britischen Schulen geht ein Experte davon aus, dass sich die meisten Kinder im Winter mit dem Virus anstecken werden oder schon angesteckt waren. „Ich denke, dass sich in sechs Monaten die Mehrheit infiziert haben wird“, sagte der Public-Health-Experte Azeem Majeed vom Imperial College London der Deutschen Presse-Agentur.

Seit Ende der Schulferien in England sind die Fallzahlen unter den 5- bis 14-Jährigen enorm gestiegen. Die Inzidenz liegt mehr als doppelt so hoch wie in anderen Altersgruppen, wie etwa in einer Auswertung der „Financial Times“ zu erkennen ist.

Großbritannien impft erst seit kurzem auch 12- bis 15-Jährige. „Es wäre besser gewesen, damit früher zu beginnen“, sagte Majeed. „Da waren wir im Vergleich zu anderen europäischen Ländern spät dran.“

Für Kinder unter 12 Jahren gibt es bislang keine zugelassenen Corona-Impfstoffe, allerdings erkranken sie auch seltener schwer. Das Risiko sei eher, dass Kinder das Virus an Erwachsene weitergäben, die nicht oder weniger wirksam durch Impfstoffe geschützt seien, sagte der Mediziner.

Jean-Pierre Fellmer