Letztes Update:
20210917084740

Impfmobil kommt nach Huckelriede

08:47
17.09.2021
Wie der Bremer Senat am Freitag ankündigte, bleibt das Impfmobil in verschiedenen Bremer Stadtteilen im Einsatz. Am Samstag, 25. September, wird das Fahrzeug von 10 bis 17 Uhr auf dem Stadtplatz Huckelriede Impfwillige erwarten. 

Jan-Felix Jasch

Erster Prozess um Corona-Ansteckungen im Skiort Ischgl

07:52
17.09.2021
Die Ausbreitung des Coronavirus im Tiroler Skiort Ischgl und die teils tödlichen Folgen für Touristen werden am Freitag erstmals von einem Gericht behandelt. Die Witwe und der Sohn eines an Covid-19 gestorbenen Österreichers, der sich bei der chaotischen Abreise aus Ischgl angesteckt haben soll, fordern rund 100.000 Euro Schadenersatz. Vor dem zivilrechtlichen Prozess im Wiener Landesgericht hat die beklagte Republik Österreich jede Schuld von sich gewiesen. Es gilt als unwahrscheinlich, dass schon am Freitag ein Urteil gefällt wird. Bald werden auch weitere Klagen verhandelt.

Ischgl gilt als Beispiel für eine unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus, seit der Ski- und Partyort im März 2020 wegen steigender Fallzahlen plötzlich geschlossen wurde und Tausende Touristen - darunter viele Deutsche - plötzlich abreisen mussten. Aus Sicht der Kläger trug die von den Behörden schlecht organisierte Evakuierung zu einem Chaos mit weiteren Infektionen bei, die dann von Rückkehrern in viele Länder weitergetragen wurden.

Bei dem Gerichtstermin am Freitag soll zunächst geklärt werden, in welchen Punkten Kläger und Republik bei der Sicht auf die Ereignisse Anfang 2020 übereinstimmen. Ende September und Anfang Oktober wird das Gericht einige andere Klagen verhandeln, die auch vom österreichischen Verbraucherschutzverein (VSV) unterstützt werden. Laut VSV könnten letztlich bis zu 3000 Ansprüche an die Republik gestellt werden. „Am Freitag wird sich die Frage stellen, ob man diese Massen an Ansprüchen nicht besser in Vergleichsverhandlungen lösen könnte“, sagte VSV-Gründer Peter Kolba.

Jan-Felix Jasch

Seeleute leiden immer noch unter Corona-Beschränkungen

06:46
17.09.2021
Wegen der Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie müssen Seeleute oftmals auf Landgänge während ihres Einsatzes verzichten und deutlich längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen. Manche Reedereien verböten Schiffsbesatzungen, an Land zu gehen - aus Angst, dass sie das Coronavirus an Bord bringen, sagt Verdi-Gewerkschaftssekretärin Susana Ventura: „Das ist nicht akzeptabel und rechtlich fragwürdig.“ In anderen Fällen seien es Länder, die einen Zutritt selbst in medizinischen Notfällen verweigerten.

Erschwerend komme hinzu, dass die Seeleute wegen der Pandemie länger als vertraglich vereinbart an Bord blieben, weil der Crewwechsel nicht rechtzeitig klappe. „In vielen Länder gibt es Reisebeschränkungen für Seeleute aufgrund ihrer Nationalität“, sagt Bianca Frömming, Vizepräsidentin des Verbandes Deutscher Kapitäne und Schiffsoffiziere. Für einen deutschen Seemann sei es deutlich einfacher zu reisen, als für einen indischen. 

Jan-Felix Jasch