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Kinderärzte zu Schulregelungen: Quarantäne nur fürs infizierte Kind

17:06
06.09.2021
Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Jörg Dötsch, befürwortet in der Corona-Pandemie eine gezieltere Quarantäneregelung an Schulen. Bedingung sei eine sorgfältige Kontrolle über Tests, sagte er am Montag bei einem Pressebriefing des Science Media Centers. In einigen Bundesländern werde schon jetzt geschaut, ob nur das infizierte Kind in Quarantäne geschickt werden und der Rest weiter zur Schule gehen könne. Wenn man diesen Weg sorgfältig und kontrolliert beschreite, sei das „insgesamt ein guter Weg“.

„Das ist dann ganz wichtig, dass der Rest der Klasse gut getestet wird und hier die Kontrollfunktion nicht verloren geht“, ergänzte er. Dann könne das eine Maßnahme sein, die zwei Dinge miteinander verbinde: „Nämlich einerseits, die Infektionskette frühzeitig zu stoppen. Frühzeitiger als man sie stoppen würde, wenn man auf die Symptomatik warten würde“, sagte Dötsch. „Und zweitens den Schulunterricht für alle anderen, die nicht das Virus in sich tragen, weiter aufrechtzuerhalten.“

Es spiele für Quarantäneregelungen generell eine große Rolle, ob jemand eine hohe oder eine niedrige Viruslast habe, wie eng der Kontakt sei und wie stark die Schutzmaßnahmen, so Dötsch. Für das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig spielt auch die Treffgenauigkeit bei Quarantänemaßnahmen eine Rolle. Sie liege in der Schule zum Beispiel deutlich niedriger als in einem Haushalt, sagte Berit Lange, Leiterin der Klinischen Epidemiologie am HZI.

In manchen Bundesländern ist der neue Quarantäne-Ansatz an Schulen nicht unumstritten. In Berlin hatten die Amtsärzte geschlossen dafür votiert, um zum Beispiel Sitznachbarn eines infiziertes Kindes bei weiterhin negativem Test ohne Unterbrechung den Schulbesuch zu ermöglichen. Der Senat hatte diesen Vorstoß unterbunden, aber die Quarantänezeit für Kontaktpersonen verkürzt. Berliner Kinder und Jugendliche müssen in Zukunft nur noch 5 statt 14 Tage in Quarantäne, wenn sie Kontakt mit positiv getesteten Mitschülern hatten.

Am Montagnachmittag wollten die Gesundheitsminister über Quarantäne an Schulen beraten.

Michael Rabba

46 neue Corona-Infektionen im Land Bremen

14:29
06.09.2021
Im Land Bremen gibt es 46 neue Corona-Infektionen und damit jetzt 30.112 insgesamt bestätigte Fälle. Das teilt das Gesundheitsressort mit. Die Zahl der aktiven Infektionen steigt um zwei auf jetzt 1.346. Gestiegen ist auch die Zahl der Genesenen, und zwar um 44 auf 28.271. Unverändert geblieben mit 495 ist die Zahl der an oder in Folge einer Corona-Infektion Verstorbenen. 
Auf Bremerhaven entfallen davon 393 (+9) aktive Infektionen, 5.175 (+16) insgesamt bestätigte Fälle, 4.675 (+7) Genesene und 107 (+0) Verstorbene. 
Der Inzidenzwert beträgt in Bremen jetzt 95,8 und in Bremerhaven 227,9. 
41 Corona-Infizierte müssen derzeit im Land Bremen stationär versorgt werden, davon sieben auf Intensivstationen, von denen wiederum drei Patienten beatmet werden müssen. 

Michael Rabba