Letztes Update:
20210904130502
Kapitel

Freitag, 3. September

Was am Freitag, 3. September, wichtig war

19:52
03.09.2021
Bremen und Niedersachsen
  • Die Gesundheitsländer Bremen haben 132 neue Infektionen gemeldet (Stand: Freitag, 15 Uhr - Veränderungen zum Vortag). Demnach gab es 81 Infektionen in der Stadtgemeinde Bremen (Inzidenz: 84,0). 51 Menschen sollen sich in der Stadtgemeinde Bremerhaven angesteckt haben (Inzidenz: 212,1). Kein Mensch ist an oder mit Covid-19 im Vergleich zum Vortag gestorben.
  • Die Impfmobile des Deutschen Roten Kreuzes sind weiter in Bremen unterwegs. In den kommenden Tagen können sich Bremerinnen und Bremer ohne Voranmeldung in Mitte, Vegesack und Osterholz impfen lassen. 

Deutschland und die Welt
  • Trotz eines seit zehn Wochen andauernden strikten Lockdowns meldet der australische Bundesstaat New South Wales weiter Corona-Rekordzahlen. Am Freitag verzeichneten die Behörden in der Region an der Ostküste 1431 neue Fälle und zwölf Tote in Verbindung mit Covid-19.
  • Angesichts der verschlechterten Corona-Lage in Deutschland verschärfen die Niederlande ab kommendem Montag die Einreiseregeln. Erforderlich ist ab dann der Nachweis einer Impfung, eines negativen Tests oder der Genesung.

Patrick Reichelt

Spahn wirbt für Impfungen als „besseren Weg“ zur Immunität

19:52
03.09.2021
 Bundesgesundheitsminister Jens Spahn lehnt trotz der stockenden Corona-Impfungen eine Impfpflicht weiter ab. „Ich war, bin und bleibe der Überzeugung, dass eine verpflichtende Impfung nicht die beste Lösung ist. Denn sie spaltet“, sagte der CDU-Politiker dem Magazin „Der Spiegel“. Er warb erneut für Impfungen als den „besseren Weg“, eigene Immunität zu erreichen. Großbritannien etwa habe sich eine hohe Immunität der Bevölkerung durch viele Infizierte und hohe Todeszahlen erkauft. „Überträgt man die britische Pandemiepolitik auf Deutschland, hätten wir 100 000 Tote mehr gehabt, also mehr als doppelt so viele. Das ist nicht der Weg, den ich gehen möchte.“

Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind in Deutschland nach Ministeriumsangaben von Freitag knapp 50,8 Millionen Menschen oder 61 Prozent der Gesamtbevölkerung. Inzwischen sind in zehn der 16 Bundesländer mindestens 60 Prozent der Einwohner voll geimpft. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben bundesweit nun 54,5 Millionen Menschen oder 65,6 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Spahn rief zu Impfungen auch aus Fürsorge für Kinder unter 12 Jahren auf, die sich nicht impfen lassen können. „Wichtig ist, dass all diejenigen, für die das empfohlen ist, sich impfen lassen sollten. Die Impfverweigerer dürfen nicht entscheiden, ob und wie viele Kinder sich anstecken. Je mehr Erwachsene sich impfen lassen, desto größer der Schutz für die Kinder.“

Patrick Reichelt