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Ausstattung von acht Impfzentren soll eingelagert werden

14:21
31.08.2021
Die Ausstattung von acht niedersächsischen Impfzentren soll für den Fall einer möglichen Reaktivierung eingelagert werden. So könnten diese nach kurzer Zeit wieder aufgebaut werden, sagte die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder, am Dienstag in Hannover. Alle 50 Impfzentren im Bundesland sollen zum 30. September schließen. Danach soll durch mobile Teams oder in Arztpraxen geimpft werden. Laut Schröder wurden bislang in Niedersachsen insgesamt knapp zehn Millionen Impfdosen verabreicht. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind 67,7 Prozent der Bevölkerung im Bundesland einmal und 62 Prozent vollständig geimpft.

Michael Rabba

Söder: Völlig neue Anti-Corona-Regeln in Bayern ab Donnerstag

12:35
31.08.2021
In Bayern gelten von Donnerstag (2. September) an neue Anti-Corona-Regeln: Die FFP2-Maskenpflicht, die allgemeinen Kontaktbeschränkungen, aber auch die Sperrstunde in der Gastronomie sowie die Kundenbegrenzungen im Handel entfallen. Zudem hat nach dem Kabinettsbeschluss vom Dienstag die Sieben-Tage-Inzidenz als Maßstab für verschärfte Anti-Corona-Maßnahmen quasi ausgedient - bis auf den Grenzwert 35: Bei mehr als 35 Neuinfektionen binnen sieben Tagen in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt gilt dort in Innenräumen breitflächig der 3G-Grundsatz: Zugang zu vielen öffentlichen und privaten Einrichtungen haben dann nur noch Geimpfte, Genesene oder Personen mit einem aktuellen negativen Corona-Test.

Konkret gilt die 3G-Regel dann unter anderem für Veranstaltungen, Sportstätten, Fitnessstudios, Kulturevents, Theater, Kinos, Museen, die Gastronomie, Beherbergungsbetriebe, Hochschulen, Bibliotheken und weitere Freizeiteinrichtungen aller Art. Ausnahmen von der 3G-Regel gelten etwa für Privaträume, den Handel und den öffentlichen Nahverkehr - sowie für noch nicht eingeschulte Kinder und für Schüler: „Schüler gelten mit Blick auf die regelmäßigen Tests in der Schule als getestet“, heißt es im Beschluss des Kabinetts. Schärfere Anti-Corona-Maßnahmen sind stattdessen künftig abhängig von der Klinik-Auslastung.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach von einem „neuen Kapitel“ im Kampf gegen das Coronavirus. Einen neuen Lockdown in der vierten Corona-Welle schloss er aus. Mittlerweile seien 60 Prozent der Menschen zweifach geimpft. „Daher wird es jetzt definitiv keinen Lockdown mehr geben oder Beschränkungen wie wir sie hatten.“ Rechtzeitig vor dem Schulstart nach den Sommerferien ist nun auch klar: Bayerns Schüler und Schülerinnen werden künftig nicht mehr in den Wechselunterricht geschickt werden, wenn die Infektionszahlen steigen. Allerdings müssen Schülerinnen und Schüler im neuen Schuljahr bis auf weiteres Masken tragen - auch an ihrem Platz.

Clubs und Diskotheken sollen nach Worten Söders ab Oktober wieder öffnen können. Das sei „sicherlich die mutigste Entscheidung“, sagte Söder. Es sollen nur Menschen Zutritt haben, die von Covid-19 genesen, geimpft oder negativ darauf getestet wurden. Dabei reiche allerdings kein Schnelltest, sondern es müsse ein PCR-Test sein.

Michael Rabba

Rave trotz Corona - Modellprojekt in Hannover zieht Bilanz

11:04
31.08.2021
Wie fühlt sich Tanzen und Feiern in der Pandemie an? Zu einem Modellprojekt in Hannover mit Hunderten Partygästen sind erste Erkenntnisse vorgestellt worden. Fast alle der rund 2000 Befragten äußerten demnach ein hohes Sicherheitsgefühl bei den vier Veranstaltungen unter freiem Himmel, wie die Organisatoren von „Back to dance“ mitteilten.

Eine Projektgruppe - unter anderem mit Veranstaltern niedersächsischer Open-Air-Festivals -, hatte die Party-Reihe mit elektronischer Musik im Juni und Juli organisiert; Sozialwissenschaftler der Leibniz Universität führten die Befragung durch.

Insbesondere die 3G-Regel als Zugangsvoraussetzung sei auf große Zustimmung getroffen, hieß es. Auch eine hohe Bereitschaft zur vorherigen Durchführung eines Schnelltests sei deutlich geworden. Bedenken seien bei der Gästezahl aufgekommen (bis zu 600), hätten sich aber vor Ort aufgelöst.

Jean-Pierre Fellmer