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Merkel: Impfstoff muss schnell zu den Menschen in Afrika

17:29
27.08.2021
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine rasche Versorgung des afrikanischen Kontinents mit Impfstoff verlangt. „Jetzt muss der Impfstoff schnell zu den Menschen in Afrika“, sagte Merkel am Freitagabend nach einer Konferenz mit Staats- und Regierungschefs afrikanischer Länder im Kanzleramt. Wenn in Deutschland mehr als 60 Prozent der Bevölkerung geimpft seien und in Afrika 2 Prozent, „dann ist das natürlich eine dramatische Ungerechtigkeit, die wir schnell überwinden müssen“, betonte die Kanzlerin.

Bei dem Treffen der Initiative „G20 Compact with Africa“, der zwölf afrikanische Länder angehören, ging es auch um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Merkel betonte die Bedeutung der Verfügbarkeit von Impfstoffen für die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas. Wachstum sei von essenzieller Bedeutung, um für die Menschen auf dem Kontinent Fortschritte zu erreichen. Die Verfügbarkeit und Produktion von Impfstoffen hänge „ganz ursächlich zusammen mit dem wirtschaftlichen Wohl des afrikanischen Kontinents“.

Sie gehe davon aus, dass es Schritt für Schritt in afrikanischen Ländern Möglichkeiten zur Impfstoffproduktion geben werde, gab sich Merkel optimistisch. Gerade mit Blick auf Ruanda, Senegal und vor allem Südafrika gebe es erste konkrete Projekte, wie es zu Impfstoffproduktion kommen könne. Deutschland werde der internationalen Impf-Initiative Covax im laufenden Jahr nicht nur 30 Millionen Impfdosen geben können, sondern 70 Millionen, betonte die Kanzlerin.

Die Initiative „Compact with Africa“ war 2017 während der deutschen Präsidentschaft in der Gruppe der wichtigsten Wirtschaftsmächte (G20) ins Leben gerufen worden. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliche Investitionen und Beschäftigungsmöglichkeiten in Afrika zu verbessern.

Weniger Corona-Neuinfektionen in Frankreich

17:21
27.08.2021
Die Corona-Infektionslage schwächt sich in Frankreich auch in den von Deutschland als Hochrisikogebiet eingestuften Urlaubsregionen ab. Gleichzeitig kommt die Impfkampagne voran, wie die Gesundheitsbehörden am Freitag in Paris mitteilten. 71,1 Prozent der Bevölkerung sind mindestens ein Mal geimpft, 62,7 Prozent haben bereits vollständigen Impfschutz. Auch beim Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen, dem eine Impfpflicht bevorsteht, stieg die Impfquote erneut an.

Eine Zunahme gab es noch bei der Zahl der Corona-Patienten in Kliniken. Dramatisch ist die Lage weiterhin in den französischen Überseegebieten, wo sich Todesfälle häufen, Ausgangsbeschränkungen zeigen aber erste Wirkung.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sank im landesweiten Durchschnitt im Vergleich zur Vorwoche um 12 Prozent auf 216. Rückläufig war sie auch in den von Deutschland zum Hochrisikogebiet erklärten Regionen Okzitanien (318), Provence-Alpes-Côte d'Azur (531) sowie auf der Insel Korsika (343).

Seit drei Wochen wird in Frankreich zum Besuch vieler Veranstaltungen, im Café und Restaurant aber auch in großen Einkaufszentren ein digitaler sogenannten Gesundheitspass verlangt. Er dient zum Nachweise von Impfung, Genesung oder eines negativen Tests. Ungeimpfte oder noch nicht vollständig geimpfte Franzosen lassen sich seitdem intensiv testen, wodurch auch etliche symptomlose Infektionen entdeckt werden.