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20210827072530

Förderung von Luftfiltern: Land kritisiert Stadt Hannover

06:50
27.08.2021
In der Debatte um Luftfilter für Schulklassen in der Corona-Pandemie hat die Stadt Hannover den Unwillen des niedersächsischen Kultusministeriums erregt. Das Ministerium kritisierte das Vorgehen der Stadt, Fenstersperren in Klassenräumen wieder zu installieren, um so die Belüftungsmöglichkeiten zu verringern und die Förderung für Luftfilter zu erhalten. „Künstlich die Luftzufuhr zu verknappen, um eine Förderfähigkeit für mobile Luftreiniger zu erreichen, widerspräche dem Geiste der Richtlinie und würde den Schutz der Schülerinnen und Schüler schmälern“, sagte ein Ministeriumssprecher der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Freitag).

Der Sprecher mahnte, mit dem Einbau sogenannter Drehkippsperren würden die betreffenden Räume nicht zu Klassenräumen mit eingeschränkter Lüftungsmöglichkeit, weil sich die Fenster mit einem Schlüssel öffnen ließen. Fraglich sei, ob eine Förderung für solche Räume überhaupt möglich wäre: „Wir möchten nicht fördern, dass schlechter gelüftet werden kann. Das ist nicht im Sinne des Gesundheits- und Infektionsschutzes.“ Stattdessen solle geprüft werden, ob nicht der Einbau von Zu- und Abluftanlagen und Fensterventilatoren besser wäre.

Das Ministerium bot der Stadt einen fachlichen Austausch über Maßnahmen und Fördermöglichkeiten an. Die Stadt Hannover hatte zuvor angekündigt, mobile Luftfilteranlagen für 200 Klassenräume kaufen zu wollen. Zunächst sollten 40 Geräte beschafft werden, die Filter sollten in Räumen eingesetzt werden, die sich nur schwer belüften lassen. Im vergangenen Jahr war in diesen Räumen für Frischluft gesorgt worden, indem Kippsperren an den Fenstern entfernt wurden.

Patrick Reichelt

Neuseeland verlängert Corona-Lockdown erneut

06:27
27.08.2021
 Neuseeland verlängert wegen Dutzender neuer Corona-Fälle den landesweiten Lockdown um weitere vier Tage. Gleichzeitig kündigte die Regierung ab kommendem Mittwoch Lockerungen der strikten Regeln in weiten Landesteilen an. Am Freitag verzeichneten die Behörden in dem Pazifikstaat 70 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, größtenteils in der Metropole Auckland auf der Nordinsel. Jedoch waren zuletzt auch in der Hauptstadt Wellington Fälle gemeldet worden.

Derzeit sind in Neuseeland Schulen und nicht lebensnotwendige Geschäfte geschlossen. Bürger dürfen das Haus nur noch unter bestimmten Bedingungen verlassen. Während Mitte kommender Woche einige Beschränkungen für Regionen südlich von Auckland aufgehoben werden könnten, sollen sie in der Stadt selbst voraussichtlich noch einige Zeit bestehen bleiben, wie Ministerpräsidentin Jacinda Ardern sagte. 

Vor zehn Tagen hatte Ardern - nach nur einem Fall in Auckland - einen landesweiten Lockdown verhängt. Es war der erste bekannte lokale Corona-Fall seit nahezu sechs Monaten. Infektionen waren bis dahin nur an der Grenze nachgewiesen worden.

Der Inselstaat hatte sich im März 2020 weitgehend von der Außenwelt abgeschottet. Im April hatte die Regierung einen Reisekorridor mit dem Nachbarland Australien eröffnet, der aber Ende Juli wegen einer Corona-Welle in Down Under wieder geschlossen wurde.

Patrick Reichelt