Letztes Update:
20210823111655

Kinder- und Jugendpsychiatrie „voll ausgelastet“

06:33
23.08.2021
Kinder und Jugendliche, die einen Platz in einer Klinik für Psychiatrie benötigen, müssen sich in Niedersachsen auf lange Wartezeiten einstellen. „Die Einrichtungen sind voll ausgelastet“, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Hannover. Zwar gebe es für absolute Notfälle keine Wartezeiten, bei allen anderen Fällen könne es jedoch zwischen wenigen Wochen und bis zu acht Monaten dauern, bis die Patienten und Patientinnen einen Platz in einer Einrichtung bekommen. 

Man merke, dass seit dem Beginn der Pandemie mehr Kinder und Jugendliche behandelt werden müssen, so die Sprecherin. Landesweit gebe es 727 stationäre Betten und 359 teilstationäre Plätze. Eine Aufstockung dieser Plätze stehe kurzfristig nicht an. Denn dafür müsse über einen längeren Zeitraum ein bestimmter Prozentsatz an belegten Plätzen überschritten werden. „Die Pandemie dauert jetzt etwa eineinhalb Jahre. Ein solcher stärker frequentierter Zeitraum wäre für einen Rechtsanspruch auf mehr Betten beziehungsweise Plätze allerdings zu kurz,“, so die Sprecherin.

Patrick Reichelt

Nachfrage nach Corona-Impfterminen in Arztpraxen rückläufig

05:44
23.08.2021
 Die Nachfrage nach Corona-Impfterminen in Arztpraxen in Niedersachsen ist seit Anfang August rückläufig. Das teilte die Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) in Hannover mit. Dies liege an der Urlaubszeit der Patienten und Praxen. Ein weiterer Grund für die rückläufige Entwicklung sei die steigende Zahl der bereits vollständig Geimpften.

Allerdings geht die KVN davon aus, dass die Nachfrage nach Corona-Impfungen in den Arztpraxen künftig wieder ansteigen wird, weil die kostenfreien Corona-Tests ab Oktober wegfallen und die Impfzentren bis Ende September schließen. Auch die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für eine Impfung ab zwölf Jahren könne dazu beitragen, dass die Impfungen in Arztpraxen wieder zunehmen. Alle 50 Impfzentren in Niedersachsen sollen nach Angaben des niedersächsischen Gesundheitsministeriums zum September schließen. Danach sollen mobile Impfteams im Einsatz sein.

Patrick Reichelt