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20210819122624

Irritation über Corona-Impfstoff-Importe aus Afrika

12:26
19.08.2021
Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) hat mit Unverständnis auf einen Medienbericht reagiert, nach dem Corona-Impfstoff aus Südafrika nach Europa exportiert wird. Afrika sei der am wenigsten mit Vakzinen versorgte Kontinent der Welt; kaum zwei Prozent der Bevölkerung dort seien immunisiert. Der Vorgang zeige, dass Profit noch immer Humanität übertrumpfe, erklärte der Generalsekretär der Hilfswerke-Föderation, Jagan Chapagain, am Donnerstag in Genf.

EU-Kommissionssprecher Eric Mamer sagte am Donnerstag, die Exporte seien mit Südafrika abgestimmt. Die Abfüllanlage im südafrikanischen Aspen überbrücke lediglich Engpässe des Herstellers Johnson & Johnson in den Vereinigten Staaten und beliefere sowohl Südafrika wie Europa. Ab Ende September beziehe die EU den Johnson & Johnson-Impfstoff von einer Abfüllanlage im niederländischen Leiden, sagte der Sprecher.

IFRC-Generalsekretär Chapagain erklärte weiter, wenn Mitleid nicht die Tür zu einer gerechten Verteilung von Impfdosen öffne, müsse es die Wissenschaft tun. "Niemand von uns ist sicher, bevor nicht alle sicher sind. Wenn Teile der Welt ungeimpft bleiben, wird diese Pandemie nicht enden", warnte Chapagain.

Patrick Reichelt

Russische Forscher: Sputnik-Impfstoff für Delta-Variante modifiziert

10:44
19.08.2021
Russische Forscher haben nach eigenen Angaben den seit gut einem Jahr eingesetzten Corona-Impfstoff Sputnik V für den Einsatz gegen die ansteckendere Delta-Variante des Virus modifiziert. „Im Kühlschrank steht schon das gebaute Vakzin“, sagte der Chef des Gamaleja-Instituts, Alexander Ginzburg, der Agentur Interfax zufolge am Donnerstag. Es sei noch zu früh, über den Grad der Wirksamkeit des Impfstoffs zu sprechen. Auch andere Hersteller weltweit arbeiten bereits an Delta-Modifizierungen ihrer Impfstoffe.

Jean-Pierre Fellmer