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Hamburg bekommt zentralen Gedenkort für Corona-Opfer

19:41
18.08.2021
Die Stadt Hamburg will einen zentralen Gedenkort für die Opfer und die Folgen der Corona-Pandemie schaffen. Die Fraktionen von SPD, Grünen, CDU und Linken in der Hamburgischen Bürgerschaft beschlossen am Mittwoch einen entsprechenden gemeinsamen Antrag. Die AfD-Fraktion enthielt sich bei der Abstimmung. Bei der Wahl und Ausgestaltung des Ortes sollen Hinterbliebene und die Religionsgemeinschaften miteinbezogen werden. Auch in Schleswig-Holstein hatte im Juni der Landtag entschieden, einen zentralen Gedenkort für die Corona-Opfer zu schaffen.

Die Pandemie werde für immer eine Zeit großen Schmerzes, größter Entbehrungen und Belastungen für viele Menschen bleiben, begründete der SPD-Abgeordneter Dirk Kienscherf die gemeinsame Initiative. Allein in Hamburg seien bereits über 1.600 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet worden. Jeder Verlust stelle einen schmerzhaften Einschnitt für Angehörige und Freunde sowie für das medizinische Personal dar. "Wir als Bürgerschaft können den Verlust nicht wegräumen", so Kienscherf. "Aber wir können dazu beitragen, einen zentralen Ort des Gedenkens und der Trauer in der Stadt zu schaffen."

AfD-Politiker Krzysztof Walczak warf die Frage auf, warum den Opfern des Coronavirus eine zentrale Gedenkstätte gewidmet werden solle, den Todesopfern anderer Krankheiten aber nicht. Es gehe darum, die Corona-Politik des Senats nachträglich zu legitimieren, erklärte er. 

Patrick Reichelt

Lockerungen der Corona-Beschränkungen helfen Gastgewerbe

18:55
18.08.2021
Die schrittweisen Lockerungen der Corona-Beschränkungen haben die Geschäfte von Hoteliers und Gastwirten im Juni angekurbelt. Trotz eines kräftigen Umsatzsprunges gegenüber dem Vormonat ist die Branche aber noch weit entfernt vom Vorkrisenniveau. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes verbuchte das Gastgewerbe im Juni sowohl preisbereinigt (plus 61,7 Prozent) als auch nominal (plus 63,9 Prozent) deutlich mehr Umsatz als im Mai des laufenden Jahres. Die Erlöse lagen allerdings preisbereinigt noch 40,7 Prozent unter dem Vorkrisenniveau des Februars 2020 und 0,8 Prozent unter dem Niveau von Juni 2020.

Im ersten Halbjahr hinkt die Branche insgesamt deutlich hinterher, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten hervorgeht. Von Januar bis einschließlich Juni 2021 waren die Umsätze real um 38,0 Prozent niedriger als in den ersten sechs Monate 2020, nominal beträgt das Minus 35,6 Prozent. Das liegt vor allem daran, dass zu Jahresbeginn 2020 vor Ausbruch der Corona-Pandemie Hotels und Gaststätten noch fast drei Monate lang uneingeschränkt geöffnet waren.

„Die Zahlen verdeutlichen die verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Gastgewerbe“, sagte der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Guido Zöllick. „Seit Pandemiebeginn im März 2020 bis Mai 2021 befand sich unsere Branche insgesamt neun Monate im Lockdown.“ Einen neuerlichen Lockdown dürfe es nicht geben.

Patrick Reichelt