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Medien: US-Regierung will Corona-Auffrischungsimpfung ab September

14:48
17.08.2021
 Die US-Regierung will die meisten Menschen in Amerika Medienberichten zufolge schon ab Mitte September zu einer Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus aufrufen. Rund acht Monate nach Abschluss der ersten beiden Impfungen solle es eine dritte Dosis der Präparate von Moderna oder Pfizer/Biontech geben, berichteten unter anderem die „New York Times“ und die „Washington Post“. Damit solle die Immunabwehr angesichts der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus gestärkt werden, hieß es. Die Ankündigung der Regierung soll demnach im Lauf der Woche kommen.

Die relativ wenigen Amerikaner, die mit dem Präparat von Johnson & Johnson geimpft wurden, sollen den Berichten zufolge später auch eine weitere Impfung erhalten, dafür gebe es aber mangels zuverlässiger Daten noch keine Entscheidung. Wer zunächst entweder mit Moderna oder Pfizer/Biontech geimpft worden war, soll den Berichten zufolge eine dritte Spritze des gleichen mRNA-Impfstoffs bekommen. Es war nicht unmittelbar klar, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse die Grundlage für die Entscheidung zur baldigen Drittimpfung waren.

Die US-Gesundheitsbehörden hatten kürzlich angekündigt, dass Menschen mit geschwächtem Immunsystem eine dritte Impfung bekommen sollen, weil die Impfstoffe bei ihnen weniger wirksam sind.

Patrick Reichelt

Niedersachsen plant Impfaktion für Minderjährige zum Schulstart

13:49
17.08.2021
Nach dem neuen Votum der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu Corona-Impfungen für alle Kinder ab zwölf Jahren hat Niedersachsen eine Impfaktion in der Woche des Schulbeginns angekündigt. „Wir planen aktuell mit den Impfzentren in der 35. Kalenderwoche noch mal ein ganz gezieltes Angebot: Impfen für Auszubildende, Schülerinnen und Schüler im Impfzentrum, aber auch durchaus an anderen Orten“, sagte die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder, am Dienstag in Hannover.

„Es gibt beispielsweise große Schulzentren, wo sich das anbieten kann, wenn die Schulen im Rahmen ihres Hausrechts dafür Räumlichkeiten zur Verfügung stellen.“ Verantwortlich für die Umsetzung wäre das Impfzentrum vor Ort, begleitet von Kinder-, Jugend- oder Hausärzten mit Erfahrung bei der Behandlung von Heranwachsenden. Bis zu diesem Mittwoch würden die Zentren ihre Pläne zu Terminen und Aktionen liefern, sagte Schröder. Diese würden dann spätestens ab Donnerstag im Internet veröffentlicht.

In Niedersachsen können sich Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren bereits seit Mitte Juli an gut der Hälfte der Impfzentren des Landes gegen das Coronavirus impfen lassen. Fast ein Drittel der 12- bis 17-Jährigen hätten bereits die Erstimpfung erhalten, berichtete Schröder. „Ich gehe davon aus, dass wir in der Tat jetzt mit der Empfehlung der Ständigen Impfkommission hier noch mal eine ganze Reihe weiterer Eltern und Jugendlicher auch überzeugen können.“

Die Impf-Werbekampagne des Landes richte sich in ihrer Gestaltung bewusst an Jugendliche, fügte Regierungssprecherin Anke Pörksen hinzu. „Aber wir wenden uns natürlich gerade auch über die dahinter liegende Kampagnen-Webseite und die da in acht Sprachen zur Verfügung stehenden Informationen auch an die Eltern.“

Patrick Reichelt